FCN wollte Niederlage „knallhart ansprechen und analysieren“
Ein „so ähnliches Spiel wie Düsseldorf zu Hause“ sah Miroslav Klose bei der enttäuschenden 0:2-Heimniederlage des 1. FC Nürnberg gegen ein stark ersatzgeschwächtes Dynamo Dresden. Damals sprach der Trainer von einem „Totalversagen“.
Und auch diesmal äußerte der 47-Jährige deutliche Kritik an seiner Mannschaft und kündigte an, das Spiel „knallhart ansprechen und analysieren“ zu wollen.
„Im Video liegt die Wahrheit“
Wenige Tage danach ist dies nun geschehen – mit einer überraschenden Erkenntnis, die Klose der BILD mitteilte. Denn demnach ordnete der Weltmeister von 2014 die Leistung gar nicht so dramatisch ein, wie es sich unmittelbar nach der Partie noch angehört hatte:
„Bei aller Emotion und Enttäuschung über das Spiel, die ich auch hatte, liegt im Video – so schön, wie wir es immer sagen – die Wahrheit. Ich habe das Spiel zweimal gesehen und auch mein Trainerteam hat es analysiert. Wir haben alles jetzt zusammengetragen.“
Mit dem Ergebnis: „Und da muss man wirklich sagen, dass gegen Dresden auch viel Gutes dabei war.“
Matchplan bis zum letzten Drittel umgesetzt
Neben der fehlenden Energie der Spieler wirkte auch ein individuell unterlegener Gegner taktisch bestens auf den FCN eingestellt. Klose allerdings sah seine Mannschaft bis ins letzte Drittel den vorgegebenen Matchplan umsetzen:
„Nur im letzten Drittel, beim letzten Ball, bei der letzten Flanke, bei allen 50:50-Bällen haben wir oft die falschen Entscheidungen getroffen“, so der Trainer, der aus einigen Angriffen Potenzial für mehr erkannte: „Aus solchen Chancen haben wir zuvor oft schon Tore gemacht.“
Das Ergebnis dieser Analyse habe man „den Jungs nun auch aufgezeigt“.
Überraschende Aussagen
Scheint also so, als würde man beim 1. FC Nürnberg die jüngst gezeigte Leistung gar nicht so schlecht einordnen – ebenso wie die komplette Saison: „Ich lasse mir die Saison nicht zerreden! Ich sehe die Entwicklung jeden Tag“, so Klose.
Die nackten Zahlen sprechen jedoch eine andere Sprache: Der Punkteausbeute der Vorsaison hinkt man deutlich hinterher. Zudem ist die Ausbeute der Rückrunde – trotz des desolaten Saisonstarts – inzwischen nur noch auf Hinrundenniveau.
Insofern kommen die getroffenen Aussagen doch etwas überraschend daher.


