FCN: Diese Basis trug den Club auch 2025

Drei Teams, drei Spitzenplätze – warum Nürnbergs Fundament stimmt.

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Foto: DO IT NOW Media

Gute Ausbildung

Finn Jeltsch, Can Uzun und Nathaniel Brown sind mittlerweile nicht nur Leistungsträger bei ihren Vereinen in der Bundesliga – sie stammen alle aus der Jugendarbeit des 1. FC Nürnberg. Der FCN steht nicht nur für das Vertrauen in junge Spieler, vor allem leistet man auch im Nachwuchsbereich seit Jahren starke Arbeit.

In der bisherigen Zweitligasaison durften mit Tim Janisch und Eric Porstner „nur“ zwei Spieler Einsatzminuten sammeln, die zuvor jahrelang das eigene Nachwuchsleistungszentrum durchliefen. Der Erfolg der Juniorenteams lässt jedoch darauf schließen, dass die nächsten Talente nicht lange auf sich warten lassen.

Herbstmeister

Vor allem die U23 sticht heraus. Nach einer zuvor schwierigen Spielzeit, in der man phasenweise im Abstiegskampf steckte, dominiert man nun die Regionalliga Bayern. Trainer Andreas Wolf hat es geschafft, aus den vielen Spielern mit Potenzial eine Einheit zu formen, die darüber hinaus gezielt mit dem ein oder anderen Routinier verstärkt wird. Dank vielen guten Leistungen verdient man sich die Herbstmeisterschaft. Eigengewächse wie Tino Kusanovic erscheinen für die Zukunft ebenso vielversprechend wie die vor der Saison verpflichteten Talente rund um Kristian Mandic und Co.

Qualifiziert

Auch die Nürnberger U19 blickt auf eine erfolgreiche Halbserie zurück. In einer stark besetzten Gruppe konnte man sich als Gruppenzweiter für die Liga A qualifizieren. Deutschlandweit gehört die Mannschaft von Michael These zu den Teams, die die besten Werte in sämtlichen Pressingparametern bezeichnen – und konnte mit ihrer intensiven, mutigen und temporeichen viele starke Leistungen und Ergebnisse einfahren.

Mit vielen Spielern, die schon lange für den Club auflaufen, steht die Truppe symbolisch für den Weg des FCN. Ähnliche Wort fand auch der Trainer im Gespräch mit dem CLUBFOKUS: „Es ist beeindruckend, wie viele Spieler der 1. FC Nürnberg ausbildet und wie breit wir im Juniorenbereich aufgestellt sind – zumal viele Talente aus der Metropolregion Nürnberg stammen.“

Drama

Spannend machte es die U17 des FCN. Der Einzug in die Liga A kam erst durch einen Last-Minute-Erfolg am letzten Spieltag gegen die Regensburger Jugend zustande. Nachdem man im Oktober und November zwischenzeitlich nicht die gewünschten Ergebnisse einfahren konnte und mit 28 Gegentoren aus 14 Spielen ein paar zu viel kassierte, wurde man letztlich dennoch Dritter.

Auch aufgrund der eigenen Spielstärke – mit 57% Ballbesitz verzeichnete man den meisten der Gruppe – verdiente man sich die Qualifikation. „Wir haben da einen sehr spannenden Jahrgang mit Talenten, die sich jetzt auf diesem Level beweisen können“, freut sich auch NLZ-Leiter Michael Wiesinger via fcn.de darüber. 

Viele Talente

Die U23 könnte ihre Saison als Tabellenführer der Regionalliga Bayern theoretisch sogar mit dem Aufstieg in die 3. Liga krönen. Die U19 und U17 haben mit dem Einzug in die Liga A nicht weniger als die Möglichkeit, noch um die deutsche Meisterschaft mitzuspielen. Für die zahlreichen vielversprechenden Talente wird aber vor allem das regelmäßige Messen mit starken Gegnern ein wichtiger Entwicklungsschritt sein, damit vielleicht schon bald das nächste Eigengewächs den Sprung zu den Profis schafft.