Abstiegskampf in Bochum?
Obwohl der VfL Bochum vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg auf eine Serie von nur einer Niederlage in 14 Spielen seit der Amtsübernahme von Uwe Rösler zurückblicken kann – kein Zweitligist sammelte in diesem Zeitraum mehr Punkte – ist der Abstiegskampf bei lediglich fünf Punkten Vorsprung auf Rang 16 noch längst nicht abgehakt. Das geht auch aus den Aussagen des VfL-Trainers gegenüber RevierSport hervor. Erst nach dem jüngsten 1:1-Remis gegen Fortuna Düsseldorf betonte Rösler: „Solange wir Torchancen kreieren und versuchen, dynamisch nach vorne zu spielen, werden wir den Klassenerhalt schaffen.“
„Ich weiß nicht, wie die Nürnberger das sehen“
Umso brisanter ist das Duell der beiden Tabellennachbarn am Freitagabend im Ruhrstadion. Schließlich steht der FCN als Tabellenachter nur einen Punkt vor den Bochumern und dürfte sich damit ebenfalls noch nicht sämtlicher Abstiegssorgen entledigt haben.
VfL-Trainer Rösler, der mit seiner Mannschaft keines der letzten sieben Spiele verlor, allerdings auch nur eines davon gewann, sieht in diesem Duell auf Augenhöhe eine große Chance: „Ich weiß nicht, wie die Nürnberger das sehen. Aber für uns ist die Motivation natürlich ganz klar. Wir haben die letzten Wochen nicht gewonnen. Wir wollen gewinnen. Aber wir wollen Nürnberg auch mit reinziehen“, möchte der 57-Jährige den Club in der Tabelle hinter sich lassen: „Das ist unser Ziel.“
Konterstarker FCN um Offensivtrio
Dementsprechend angriffslustig geht Rösler mit seiner Elf in den 23. Spieltag: „Die Mannschaft wird in diesem Sinne aufgestellt werden, dass wir einen offensiven Ansatz haben. Wir wollen Tore schießen. Wir wollen drei Punkte holen.“
Gleichzeitig warnt der erfahrene Übungsleiter vor dem Nürnberger Umschaltspiel und hebt das Offensivtrio um Adriano Grimaldi, Ali Zoma und Julian Justvan hervor: „Sie haben Körperlichkeit mit Grimaldi, Pace und Directness mit Zoma und einen Spielmacher dahinter, der sehr gut Pässe spielen kann. Wir müssen natürlich Respekt haben vor ihrer Konterstärke.“
Insofern darf der 1. FC Nürnberg in einem Flutlichtspiel umso stimmungsvolleren Ruhrstadion eine hochmotivierte Mannschaft des VfL Bochum erwarten. Auf der anderen Seite muss sich der Club nach dem 5:1-Heimerfolg über den Karlsruher SC keineswegs verstecken – wenngleich die Auswärtsbilanz in dieser Saison noch deutlich ausbaufähig ist.



