Ausgedünnter Kader
Neun Profis des 1. FC Nürnberg befinden sich derzeit mit ihren Nationalmannschaften auf Länderspielreise. Während Adam Markhiyev, Luka Lochoshvili, Rafael Lubach und Co. der Mannschaft von Miroslav Klose fehlen, darf der verbliebene Rest etwas machen, was beim FCN ansonsten eher selten der Fall ist. Vor dem Spiel gegen Kaiserslautern habe man in der Trainingswoche vor allem „beide Boxen thematisiert“, was laut Klose im Spiel bereits „gut funktioniert“ hatte.
Klose lässt ballern
Während der Länderspielpause möchte der 47-Jährige weiterhin am Offensivspiel sowie an Standardsituationen arbeiten. „Ich schieße ja ungerne“, stehen Abschlüsse ansonsten eher selten auf dem Programm. Da Torschüsse für den Weltmeister „Höchstbelastung“ bedeuten, streut er diese nur „sehr ungerne“ in den Alltag ein. „Jetzt können sie ballern“, macht Nürnbergs Trainer aufgrund der Länderspiele eine Ausnahme.
Wie bereits in den letzten Monaten wird der Club auf ein Duell mit einem anderen Verein verzichten, stattdessen setzt man erneut auf ein internes Testspiel.
Mann-Mann bespielen
Gegen den FCN setzten Gegner in der Vergangenheit schon oftmals auf viele Mannorientierungen. Auch der FCK versuchte, viele Mann-gegen-Mann-Duelle herzustellen. Ein solches Pressing zu bespielen, gehörte nicht immer zu den Nürnberger Stärken. Gegen die Pfälzer gelang dies jedoch sehr gut. „Ja, das haben wir tatsächlich aufgenommen“, hat man laut Klose gezielt an Lösungen dafür gearbeitet.
Timing
Entscheidend sei dabei vor allem das „Timing“ – auf das das Nürnberger Trainerteam besonders viel Wert legt. Zum einen bei den Bewegungen, die der ehemalige Stürmer „von außen nach innen haben möchte“, aber auch beim Abspiel: „Du musst den Ball so spielen, sodass man mit ihm viel anfangen kann. Das heißt, du kannst ihn stoppen, du kannst ihn laufen lassen, du kannst nach innen gehen, du kannst ihn direkt spielen, weil eben das Timing passt“, erklärt Klose seine Idealvorstellung – und sieht seine Mannschaft insgesamt auf einem guten Weg: „Wir haben da noch ein paar Schritte, aber haben uns schon wirklich verbessert.“



