Noch keine Abstiegssorgen beim FCN
Insbesondere die schwache erste Halbzeit bei der 1:2-Auswärtsniederlage gegen Hertha BSC sollte dem 1. FC Nürnberg zu denken geben. Denn der einst positive Trend zu Rückrundenbeginn kann inzwischen schon wieder in die andere Richtung interpretiert werden. Schließlich konnte aus den vergangenen sechs Spielen nur ein Sieg geholt werden.
Der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz 16 beträgt nur noch fünf Punkte, wenngleich man als Neunter noch viele Vereine in der Tabelle hinter sich hat.
Insofern hält es auch Miroslav Klose für „übertrieben“, sich nun Abstiegssorgen zu bereiten. Ähnlich sieht es auch Finn Becker gegenüber den Nürnberger Nachrichten. Der 25-Jährige möchte – mit einer kleinen Einschränkung – den Blick nicht in Richtung Abstiegskampf richten:
„Im Fußball kann es immer schnell gehen, klar muss man ein bisschen aufpassen. Aber wir haben jetzt wieder ein Heimspiel vor der Brust und wollen eher nach oben schauen als nach unten.“
Heimspiel gegen Fortuna als große Chance
Tatsächlich stellt das kommende Heimspiel gegen die zwei Punkte und zwei Plätze schlechter dastehende Fortuna aus Düsseldorf eine große Chance für den FCN dar. Denn beim Blick auf den kommenden Spieltag der 2. Bundesliga könnte man einen möglichen Abstiegskampf bereits im Keim ersticken.
Schließlich spielen die letzten vier Teams nicht nur allesamt gegen Mannschaften aus den Top-5 der Tabelle, sondern sogar jeweils auswärts. Und selbst für drei der vier Teams von Rang 14 bis 11 – inklusive Fortuna – stehen Gastspiele an.
Heißt: Die Chancen scheinen für die Klose-Elf im Falle eines Sieges gegen Düsseldorf hoch, das Polster auf die Abstiegszone weiter auszubauen und zu verhindern, dass in den nächsten Wochen unangenehme Must-Win-Spiele entstehen. Denn in den darauffolgenden vier Spieltagen warten mit Kiel, Braunschweig und Dresden drei Kellerkinder, die den Club in direkten Duellen noch mit in den Abstiegskampf hineinziehen könnten.
Dank Restprogramm: entspannte Lage
Dass den 1. FC Nürnberg in der Schlussphase der Saison noch einmal eine Negativserie ereilt – wie es in den vergangenen Jahren zu sehen war – erscheint angesichts des Restprogramms ohnehin unwahrscheinlich. Auf Grundlage der durchschnittlichen Tabellenplatzierung der restlichen zehn Gegner haben es nur drei andere Teams einfacher als der Club.
Insofern scheint die aktuelle Lage noch entspannt, wie es auch ein „Supercomputer“ von Opta einschätzt. Demnach ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass der FCN noch rund 15 Punkte sammelt und die Saison mit 45 Punkten auf Rang neun beendet.
Grundvoraussetzung dürfte allerdings sein, dass man die eigene Heimstärke weiterhin bestätigt. Andernfalls könnten sich die Karten schnell neu mischen.



