Warum der FCN auf Emreli nicht verzichten sollte

Nach wie vor ist die Zukunft Emrelis unklar – doch sportlich hätte der FCN gute Gründe, wieder auf ihn zu setzen.

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Foto: DO IT NOW Media

Rückkehr in den Kader?

Nach wie vor scheint der FC Seoul sein Angebot nicht entsprechend aufgebessert zu haben, um sich mit dem 1. FC Nürnberg über die Ablösesumme für Mahir Emreli zu einigen. Deshalb ist auch in dieser Woche der Angreifer Teil des FCN-Mannschafstrainings. Mit „Ich kann ihm im Training auch nichts vorwerfen. Ich habe ihm gesagt, er kann sich jederzeit empfehlen“ (via BILD) stellt ihm Miroslav Klose nun sogar die Rückkehr in den Kader in Aussicht.

Wichtige Option

Winterneuzugang Janis Antiste wurde vom FCN verpflichtet, um noch ein anderes Spielerprofil für die Offensive im Kader zu haben – und, um den Konkurrenzkampf zu verstärken. Zu diesem Zeitpunkt war jedoch nicht absehbar, dass Emreli Nürnberg noch verlassen könnte. Da sich ansonsten hinter Stefanos Tzimas noch kein Stürmer für mehr Einsatzzeit empfehlen konnte, wäre Emreli auch in Zukunft eine wichtige Option, um entsprechend flexibel zu sein. Dass die beiden Angreifer gut miteinander harmonieren können, haben sie schon nachgewiesen.

Stärken wie kein anderer 

Mahir Emreli bringt Qualitäten mit, die sonst kein FCN-Angreifer verkörpert. Er lässt sich gerne etwas fallen und nimmt viel am Nürnberger Spiel mit Ball teil. Mit 17 Pässen pro 90 Minuten empfängt er folglich fast doppelt so viele wie Tzimas (9) und kann diese auch gut behaupten. Dadurch öffnet Emreli auch viele Räume für Tzimas, die dieser für seine Läufe in den Rücken der gegnerischen Abwehr nutzen kann. Zudem ist Emreli sehr ballsicher und bringt starke 82% seiner Abspiele zum Mitspieler – ein Wert, den unter allen Stürmern ligaweit lediglich Kenan Karaman (83%) übertrifft. 

Frage der Stabilität?

Emreli im zuletzt praktizierten 5-4-1 gegen den Ball einzubauen, ist nicht so einfach. Dass man aber prinzipiell auch mit dem 27-Jährigen an der Seite von Tzimas gut verteidigen kann, bewies der FCN in den Rückrundenpartien gegen Karlsruhe und Darmstadt. Klose bemängelte zwar – zu Recht – schon das Anlaufverhalten des Aserbaidschaners, zuletzt waren hier aber Fortschritte zu sehen. Zumal Emreli immerhin die zweitmeisten Sprints und intensiven Läufe pro 90 Minuten der Franken absolviert.

Keine sportliche Entscheidung

Wie sich Mahir Emreli derzeit im Nürnberger Training präsentiert, ist spekulativ und von außen nicht zu bewerten. Sollte der Wechsel sich weiterhin ziehen oder sogar platzen, müssen am Ende Miroslav Klose und sein Trainerteam entscheiden, ob sie Emreli wieder mit für das Spieltagsaufgebot nominieren. Entscheidend wird sein, ob Klose darin ein Risiko für die „Kabinenhygiene“ sieht. Denn aus sportlicher Sicht gibt es für den 1. FC Nürnberg viele Argumente, die für eine Zukunft mit Emreli sprechen.