Von der Tribüne in die FCN-Startelf: Kloses überraschende Entscheidungen

Dreimal setzte der FCN-Trainer in der Rückrunde auf Spieler ohne vorherige Kadernominierung.

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Foto: DO IT NOW Media

Überraschung


Miroslav Klose sorgte beim 1. FC Nürnberg für eine große Überraschung am vergangenen Wochenende. Für den verletzten FCN-Kapitän Fabio Gruber beorderte er Tarek Buchmann in die Startelf. Zuvor schaffte es die Münchner Leihgabe in den vergangenen vier Spieltagen nicht einmal in den Spieltagskader des Clubs. Letztmalig stand er im Aufgebot, als Gruber seine fünfte gelbe Karte und die damit verbundene Sperre absitzen musste.

Damals erhielt in Paderborn jedoch nicht Buchmann, sondern Styopa Mkrtchyan den Vorzug in der Startelf, obwohl er damals frisch verpflichtet worden war und gerade einmal zwei Trainingseinheiten mit dem FCN absolviert hatte. Da Mkrtchyan in seinen bisherigen Einsatzminuten sein Potenzial bereits andeuten konnte, überraschte die Entscheidung Kloses umso mehr.

Debüt in der Startelf


Schon in der Vorsaison – und vor allem zu Saisonbeginn – brachte der Weltmeister diesen Move häufiger. In der laufenden Rückrunde war das auch bereits dreimal der Fall. Erst war es Justin von der Hitz, der lange Zeit auf seinen ersten Zweitligaeinsatz warten musste. Lediglich fünfmal stand der ehemalige Kölner überhaupt im Kader, ehe er am 22. Spieltag gegen den KSC sofort in die Anfangsformation berufen wurde – nachdem er in den vorherigen Rückrundenpartien gar nicht im Aufgebot gestanden hatte. Ein Kurswechsel, der durchaus überraschend kam und von außen nicht vollständig nachvollziehbar war.

Zoma-Ersatz


Ähnliches passierte bei Noah Maboulou. Lediglich ein einziges Mal stand der Kongolese in der Rückrunde nicht im Kader der Franken, nachdem er sich in Bochum nach einem Jokereinsatz deutliche Kritik seines Trainers anhören musste. Gegen Fortuna Düsseldorf durfte er dann nach seiner Nicht-Nominierung plötzlich erstmals für den Club von Beginn an auflaufen, wenngleich er dabei zusammen mit Adriano Grimaldi in Abwesenheit von Mohamed Ali Zoma keinen glücklichen Auftritt zeigte.

Dass der nächste Startelfeinsatz bald wieder auf ihn wartet, erscheint jedoch erst einmal unwahrscheinlich. Schließlich äußerte sein Trainer nach seinem Einsatz als Joker in Kiel deutliche Kritik: „Ich sehe, dass er nur hinterherläuft, falsche Entscheidungen trifft und eine schlechte Körpersprache hat.“ (Bild/NN)

Hin und her


Auch wenn Klose ansonsten nicht für viele Wechsel in der Startformation bekannt ist, schreckt er vor Berufungen von der Tribüne in die erste Elf nicht zurück. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass man sich mit guten Trainingsleistungen schnell für die Aufstellung empfehlen kann. Dass es beim FCN allein in der Rückrunde bereits dreimal passierte, ist jedoch ungewöhnlich – und auch auf Ausfälle sowie Formschwankungen in der Stammelf zurückzuführen.