Vom FCN geprägt: Jeltsch überzeugt auch in Stuttgart

Der Ex-Nürnberger fühlt sich seiner Heimat weiter eng verbunden.

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Foto: DO IT NOW Media

Schnell adaptiert

Noch nicht einmal zwei Jahre ist es her, dass Finn Jeltsch für den 1. FC Nürnberg in der 2. Bundesliga debütierte. Vor etwa einem Jahr verließ er dann den FCN zum VfB Stuttgart. Bei den Schwaben etablierte er sich schnell, kam trotz häufiger Rotation in dieser Saison bereits 16-mal von Beginn an zum Einsatz und wird von seinem Trainer Sebastian Hoeneß als „Soforthilfe“ bezeichnet: „Finn hat viele gute Spiele gezeigt und bringt für sein Alter ein enorm hohes Niveau mit.“

Offensivstark

Vor dem Europa-League-Spiel des Tabellenfünften der Bundesliga gegen Bern äußerte sich der 19-Jährige zu seinem Spielstil. „Mir liegt es, wenn ich hochstehen und aktiv zum Spielaufbau beitragen kann“, gefällt ihm der beim VfB oft praktizierte Dreieraufbau. In Stuttgart schätzt man unter anderem seine Vorstöße, sein Spielen und Gehen sowie allgemein seinen Mut.

Verbindung nach Nürnberg

Jeltsch zufolge ist vieles davon auf seine Zeit in der Jugend des 1. FC Nürnberg zurückzuführen: „Ich habe in der Jugend lange als Achter gespielt. […] Es ist in meinem Kopf verankert, in gewissen Situationen vorzustoßen. Ich sehe mich als offensiv denkenden Innenverteidiger, der stark am Ball ist, aber auch Geschwindigkeit und Zweikampfstärke mitbringt.“

Ohnehin macht der deutsche U21-Nationalspieler keinen Hehl daraus, dass er zu seiner Heimat noch „eine tiefe Verbindung“ hegt: „Dadurch, dass es aus Nürnberg nicht so weit nach Stuttgart ist, besuchen meine Familie und meine Freunde häufig unsere Spiele. Wenn wir frei haben, fahre ich selbst auch oft in die Heimat.“

Steile Karriere

Die letzten Monate waren für Jeltsch, der 2015 zum FCN in die Jugend wechselte, äußerst turbulent. Mit dem DFB-Pokalsieg in Berlin, der Auszeichnung mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold sowie den ersten Einsätzen für die deutsche U21-Nationalmannschaft und im Europapokal reihte sich Highlight an Highlight. „Natürlich gibt es aber auch Bereiche, in denen er sich noch verbessern kann“, möchte Hoeneß noch mehr aus dem Rechtsfuß herauskitzeln, dessen Karriere erst richtig loszugehen scheint.