Tzimas wackelt
Nachdem FCN-Toptorjäger Stefanos Tzimas bereits in Regensburg ausfiel, konnte Miroslav Klose in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den HSV noch kein positives Update über den Griechen geben: „Er hat leider noch nicht mit uns, sondern individuell trainiert.“ Die Devise beim 19-Jährigen lautet dementsprechend: „Von Tag zu Tag warten.“
Auch wenn er erst am Freitag ins Training einsteigen würde, wäre er jedoch eine Option für den Kader. Besser sieht es hingegen bei Florian Flick aus, der nach seiner Gehirnerschütterung wieder mit der Mannschaft auf dem Rasen steht. „Er fühlt sich gut, ich habe gerade mit ihm gesprochen“, verriet Nürnbergs Trainer.
Kein Osawe-Debüt?
Durch den Ausfall von Robin Knoche wird ein Platz in der Innenverteidigung frei. Nicht nur in der Startelf, den wird vermutlich Fabio Gruber nach seiner starken Leistung in der vergangenen Woche einnehmen – sondern auch im Kader. Ein Kandidat für diesen könnte Winners Osawe sein. Der U17-Welt- und Europameister spielt mittlerweile in der U23 halbrechts in der Nürnberger Dreierkette.
In dieser Woche hatte der 19-Jährige auch mit den Profis trainiert und laut Klose „gute Leistung gebracht“. Dennoch klang es zwischen den Zeilen nicht zwingend so, als wäre der ehemalige Leipziger Bestandteil des Aufgebots: „Er macht es gut, aber muss sich die Sachen genauso wie die anderen Spieler erarbeiten. Wir wissen, welche Spieler wir in der Hinterhand haben.“
Besondere Vorbereitung
Eine der großen Stärken des kommenden Gegners aus Hamburg sind Flanken und Hereingaben in die Box – konträr zum Nürnberger Spiel, wie auch Klose erklärt: „Unsere Stärke ist es, um die Box zu spielen und wenig mit Flanken zu operieren.“ Aus diesem Grund sind gegnerische Flanken in einer normalen Trainingswoche auch eher selten Bestandteil des Trainings.
Für die Defensive, die diesbezüglich am Wochenende besonders gefordert sein wird, hat man aber diesmal ein „bisschen was die Woche gemacht und viele Sachen angesprochen“, um bestmöglich auf das kopfballstärkste Team der Liga (schon 15 Treffer per Kopf) vorbereitet zu sein. Ein Schlüssel wird es aber auch sein, Flanken schon in der Entstehung zu verhindern und unnötige Fouls zu vermeiden.
Matchplan steht
„Wir haben unseren Matchplan schon“, verriet der 46-Jährige auf Nachfrage. Seinen Aussagen zufolge wird es sowohl Phasen geben, in denen man mal höher und mal tiefer verteidigen wird. Ziel sei es aber, zu agieren und den Gegner möglichst weit weg vom Tor zu halten: „Wir schauen größtenteils auf uns.“ Bestandteil des Matchplans könnte auch unabhängig von Tzimas ein System mit zwei nominellen Angreifern sein, da Rafael Lubach, der in Regensburg weiter vorne auflief, den gesperrten Castrop auf der Achterposition ersetzen muss.
Schlussspurt
Das Spiel gegen den HSV ist für Klose der Startschuss in die Schlussphase der Saison. Von seinem Team erhofft er sich auch weiterhin die nötige Spannung, da man den weitgehend guten Eindruck der Saison andernfalls wieder etwas zerstören könnte: „Was wir uns erarbeitet haben, können wir uns jetzt kaputt machen.“