Techniker ohne Torgefahr: Analyse Mats Møller Dæhli

Mats Møller Dæhli vom 1. FC Nürnberg gehört in einigen Aspekten zu den begabtesten Spielern der 2. Fußball-Bundesliga. In anderen Bereichen des Spiels ist das komplette Gegenteil der Fall. Wir analysieren den starken Techniker der Fiél-Elf.

Spieleranalyse: Mats Møller Dæhli

Der 28-jährige Techniker vom 1. FC Nürnberg spielte in seiner Jugendzeit unter anderem bei Manchester United. 2015 folgte der Wechsel zum SC Freiburg. Über die Zwischenstationen St. Pauli und KRC Genk landete der Norweger im Januar 2021 bei den Franken. Die Qualitäten von Møller Dæhli erfahrt ihr in unserer Analyse.

Mats Møller Dæhli: Kein Torjäger

Seine größte Schwäche wird schon beim ersten groben Blick auf seine Daten sichtbar: in 90 Pflichtspielen für den „Glubb“ kommt der offensive Mittelfeldspieler auf lediglich 4 eigene Treffer. Allgemein sucht Møller Dæhli extrem selten den Abschluss, weshalb er pro 90 Minuten nur auf 0,04 Expected Goals kommt.

Super Technik, starkes Dribbling 

Møller Dæhlis größte Stärke ist seine Technik, die er vor allem in Dribblings immer wieder einsetzt. Dabei lässt er sich extrem häufig vom Zentrum aus nach links fallen, um anspielbar zu sein. Am liebsten bekommt der 28-Jährige den Ball in seinen vorderen Fuß gespielt, um sofort Tempo aufnehmen zu können. Vom linken Flügel aus sucht er immer wieder den Weg in die Mitte und gewinnt deutlich die Mehrheit seiner 1-gegen-1-Duelle.

Mats Møller Dæhli: Progressiver Stratege

Der Norweger bringt durchaus auch strategische Qualitäten mit. Auch wenn er im tiefen Spielaufbau eher weniger aktiv ist, gilt er durchaus als kreativer Ideengeber im letzten Drittel. Mit 3,5 gespielten in den gegnerischen Strafraum pro 90 Minuten liegt sein Wert deutlich über dem Ligaschnitt der Konkurrenz aus der Vorsaison. Dabei bevorzugt er es mehr den Ball in den Fuß seines Mitspielers zu spielen als in die Tiefe. Neben seinen Passqualitäten (Passquote 81%+) kann Møller Dæhli mit seiner Dynamik und engen Ballführung sich auch aus engen Räumen immer wieder befreien und im Anschluss daran das Spiel mit progressiven bzw. raumgewinnenden Läufen nach vorne treiben.

Positionierung gegen den Ball als Schwäche

Sucht man bei dem 172cm großen Offensivspieler neben seiner mangelnden Torgefahr nach weiteren Schwächen, kommt man nicht um sein Spiel gegen den Ball umher. Auch wenn er trotz seiner schmächtigen Statur über eine gute Zweikämpfführung verfügt, positioniert er sich nicht immer ideal im Defensivverhalten. Er legt zwar auch gegen den Ball viele Meter zurück, fängt aber zu wenige gegnerische Pässe ab.

Mats Møller Dæhli: Nürnberger Hoffnungsträger?

Beim Club werden dennoch einige Hoffnungen darauf ruhen, dass der zu Saisonbeginn verletzte Mats Møller Dæhli bald wieder Bestform erreicht, um die vielversprechende Entwicklung unter Neu-Trainer Cristian Fiél aktiv mitgestalten zu können.

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