Leihabbruch
Nachdem Tim Drexler bereits in der vergangenen Rückrunde auf Leihbasis für den 1. FC Nürnberg auflief, konnte ihn der FCN im Sommer erneut ausleihen. In immerhin neun von bislang 15 möglichen Zweitligapartien kam der 20-Jährige von Beginn an zum Einsatz. Während er in der Vorsaison noch als Halbverteidiger in einer Dreierkette auflaufen durfte, spielte er diesmal als Rechtsverteidiger in einer Viererkette. Wirklich überzeugend waren die Leistungen auf der ungewohnten Position jedoch nicht.
„Tim ist auf dem Sprung“, kündigt Klose den vorzeitigen Leihabbruch Drexlers in Nürnberg an: „Er hat den Wunsch geäußert.“ Auch wenn es noch nicht offiziell ist, sind lediglich letzte Details zu klären. Die BILD berichtet von einem bevorstehenden Wechsel zu RB Salzburg. Anscheinend traute ihm sein Stammverein aus Hoffenheim nicht mehr den großen Sprung bei der TSG zu.
Vorgriff
„Deswegen haben wir auch noch einen Spieler verpflichtet, der die Position begleiten kann“, scheint dieser Wechsel für den FCN nicht ganz überraschend zu kommen. Deshalb sicherte man sich die Dienste von Rabby Nzingoula für die Rückrunde, der neben seiner ursprünglichen Position im Mittelfeldzentrum auch rechts auflaufen kann. „Stand jetzt ist es so, dass Tim Janisch dann anfangen wird“, scheint für Freitagabend gegen Münster zunächst das Nürnberger Eigengewächs seine Chance zu erhalten. Auch auf eine Rückkehr von Henri Koudossou hofft man bald.
Zwei Spieler weg
Als gelernter Innenverteidiger wäre Drexler auch hier eine Option gewesen, sofern Fabio Gruber oder Luka Lochoshvili ausfallen würden. Nach Ondrej Karafiat wäre Drexler damit bereits der zweite Nürnberger Back-up für diese Position, der den FCN im Winter verlässt. „Wir schauen uns um“, sondiert der Club den Markt – zumal Klose auf ein „gewisses Trainingsniveau und doppelt besetzte Positionen“ viel Wert legt. Der 47-Jährige nennt neben Tarek Buchmann auch Kristian Mandic als mögliche Alternative: „Wir haben Jungs, die im Aufwind sind und nachrücken können.“
Viele Wechsel
Ideal ist es für den Trainer vermutlich nicht, dass es auch im Winter zu einigen Transferbewegungen kommt. Der Weltmeister von 2014 scheint sich jedoch damit arrangiert zu haben: „Wir sind bei Nürnberg und irgendwo ist das auch normal. […] Daran habe ich mich als Trainer – und vor allem hier in Nürnberg – gewöhnen müssen.“



