Stadionplanung schreitet voran
Die Planungen für ein neues Stadion des 1. FC Nürnberg laufen weiter auf Hochtouren. Am Standort des aktuellen Max-Morlock-Stadions soll weitgehend ein Neubau entstehen. Vor wenigen Wochen veröffentlichte die BILD erste Entwürfe, wie eine solche reine Fußballarena aussehen könnte – der CLUBFOKUS fasste diese in folgender Grafik zusammen.

Inzwischen hat der Nürnberger Stadtrat den nächsten wichtigen Schritt beschlossen. Einstimmig wurde entschieden, ein Planungsbüro mit der Erstellung einer Vorplanung zu beauftragen. Laut BILD soll darin ein konkretes Raum- und Funktionsprogramm entwickelt werden, das den Flächenbedarf der Nutzer, die räumlichen Möglichkeiten der geplanten Stadionkubatur und das verfügbare Budget in Einklang bringt.
Übergangsstadion für den FCN?
Im Rahmen dieser Vorplanung beschloss der Stadtrat außerdem, den Bau eines möglichen „Interimsstadions“ zu prüfen. Es soll bewertet werden, ob eine solche Übergangslösung wirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll wäre. Ein Vorteil wäre, dass der FCN während der Bauphase nicht im Max-Morlock-Stadion spielen müsste – zugleich könnte der Neubau dadurch schneller vorangehen. Als möglicher Standort für ein solches temporäres Stadion mit rund 25.000 Plätzen gilt nach BILD-Informationen das Zeppelinfeld.
Beispiel Saragossa
Wie ein solches Interim konkret aussehen kann, zeigt das Beispiel des spanischen Zweitligisten Real Saragossa. Auch dort wird das Heimstadion umgebaut, wofür der Verein ein temporäres Stadion errichten ließ – vom Eventbauer NÜSSLI und dem Bauunternehmen MLN Mariano López Navarro, und das in einer Rekordzeit von nur drei Monaten.
Laut NÜSSLI umfasst die Anlage drei Sitzplatztribünen sowie eine Haupttribüne auf einer Gesamtfläche von 120 × 80 Metern. Sie sei komplett für den professionellen LaLiga-Spielbetrieb ausgestattet – inklusive Flutlicht, Anzeigetafeln, Umkleiden, Presse- und VIP-Bereichen, Gastronomie und Merchandising. Ein Zeitraffer-Video auf YouTube dokumentiert den gesamten Bauprozess:
Dauerhafte Spielstätte?
Das temporäre Stadion soll in Saragossa in den Saisons 2025/26 und 2026/27 genutzt und anschließend vollständig demontiert und für zukünftige Projekte wiederverwendet werden – ein Ansatz, der laut NÜSSLI ökologische wie wirtschaftliche Vorteile bietet. Auch in Nürnberg ist laut BILD nicht ausgeschlossen, dass ein solches Interimsstadion nach dem eigentlichen Rückbau weiter genutzt werden könnte – etwa dauerhaft als Heimspielstätte für die Club-Frauen oder die U23.



