Siebtes Land: Ex-FCN-Profi wechselt in den Irak

Der 30-Jährige blickt nach seinem Abgang vom 1. FC Nürnberg auf Stationen in Belgien, Saudi-Arabien, Aserbaidschan und Thailand zurück.

1. FC Nürnberg FCN News Analyse CLUBFOKUS Robert Bauer
Foto: Granada, 20190428 DFL 1. Bundesliga FCN - FCB DSC 7673, CC BY-SA 4.0

24-mal für den FCN

Der 1. FC Nürnberg spielt derzeit seine siebte Zweitliga-Saison in Folge. Seit dem Aufstieg des Hamburger SV ist der Club damit der Verein, der sich am längsten am Stück in der 2. Bundesliga aufhält. Das letzte Spiel im deutschen Oberhaus liegt inzwischen fast sieben Jahre zurück – am 18. Mai 2019 bei der 1:5-Niederlage beim SC Freiburg, als der Abstieg bereits feststand.

Damals mit von der Partie: der 24-jährige Robert Bauer, der auf der rechten Abwehrseite verteidigte und sein letztes von insgesamt 24 Spielen für den FCN absolvierte. Der Verteidiger war allerdings nur als Leihgabe von Werder Bremen bei den Franken aktiv. Im Sommer 2019 begann für den gebürtigen Baden-Württemberger mit seinem Wechsel zum russischen Klub Arsenal Tula eine fußballerische Reise quer durch mehrere Länder.

Große Fußballabenteuer

Sieben Jahre später – nach weiteren Stationen in Belgien, Saudi-Arabien, Aserbaidschan und zuletzt Thailand – steht für Bauer nun das nächste exotische Kapitel bevor. Wie bekannt wurde, wechselt der ehemalige FCN-Profi vom thailändischen Klub Buriram United zum irakischen Erstligisten Mosul SC. Seit seinem Abschied aus Deutschland ist es bereits das sechste Land, in dem er als Profi sein Geld verdient.

„Bauer gilt als eine wichtige Verstärkung aufgrund seiner professionellen Erfahrung und starken Präsenz auf dem Spielfeld, und sein Transfer ist mit großen Hoffnungen verbunden, dass er ein einflussreicher Spieler wird und zu den Zielen des Teams und seiner Fans beiträgt“, wurde der heute 30-jährige Innenverteidiger von seinem neuen Verein als „Deutsche Maschine“ vorgestellt.

Einziger Deutscher in der Liga

Nachdem Bauer 2016 bei seinem Wechsel vom FC Ingolstadt zu Werder Bremen noch 2,5 Millionen Euro gekostet hatte und ein Jahr später für eine Leihgebühr von 200.000 Euro zum 1. FC Nürnberg kam, wird sein aktueller Marktwert laut Transfermarkt.de auf 450.000 Euro geschätzt. In der Iraq Stars League zählt er damit sogar zu den wertvolleren Spielern – kein Akteur der Liga wird derzeit mit mehr als 800.000 Euro taxiert. Zudem ist Bauer dort der einzige deutsche Profi.