Sehr gutes Profil“ – Wird er Kloses neue Sturm-Hoffnung beim FCN?

Im Angriff des 1. FC Nürnberg besteht bekanntermaßen Verbesserungsbedarf.

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Foto: DO IT NOW Media

Enttäuschende Sturmreihe beim FCN

Mit gerade einmal 19 Toren stellt der 1. FC Nürnberg die zweitschwächste Offensive der 2. Bundesliga. Insbesondere im Sturmzentrum ist man weiterhin auf der Suche nach einer passenden Dauerlösung. Denn die Sommer-Neuzugänge um Adriano Grimaldi, Artem Stepanov, Mickael Biron und Semir Telalovic kommen gemeinsam auf gerade einmal einen einzigen Treffer. Während Letzterer den Club bereits wieder Richtung Bielefeld verließ, konnte einzig Mohamed Ali Zoma mit vier Toren und zwei Vorlagen unter den Angreifern überzeugen.

Verstärkungen für die Offensive?

Sportvorstand Joti Chatzialexiou kündigte gegenüber der BILD zwar an, auf dem Transfermarkt „relativ defensiv“ vorgehen zu wollen, würde bei passenden Gelegenheiten den Fokus aber wenig überraschend auf die Offensive legen. Gleichzeitig dürfte man beim FCN auch die Hoffnung hegen, dass die bestehende Lücke im Sturm womöglich intern geschlossen werden kann. Einer dieser Kandidaten kommt dabei fast schon wie ein Neuzugang daher.

Wichtige Rolle in der Rückrunde?

„Bis zur Verletzung hat er es richtig gut gemacht und war kurz davor, erste Elf zu spielen“, sagte Miroslav Klose zum Start des Wintertrainingslagers in Herzogenaurach. Erst im Sommer war Noah Maboulou von der fünftklassigen zweiten Mannschaft von Stade Rennes nach Nürnberg gewechselt, ehe er sich nach drei Einsätzen in den ersten drei Pflichtspielen einen Teilriss der vorderen Syndesmose zuzog und monatelang ausfiel.

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Nach seinem Comeback kurz vor Weihnachten traut ihm sein Trainer im neuen Jahr nun eine gewichtige Rolle zu: „Ich glaube schon, dass er auf ordentlich Spielzeit kommen kann in der Rückrunde.“

„Sehr gutes Profil“ mit Verbesserungspotenzial

Dass sich der 20-Jährige unmittelbar nach seiner Rückkehr bereits vor Biron und Telalovic wieder einen Kaderplatz erarbeiten konnte, spricht nicht nur gegen die beiden, sondern auch für Maboulous Qualitäten und sein Standing. So schätzt die Vielseitigkeit des Offensivspielers: „Er ist sehr variabel einsetzbar und hat ein sehr, sehr gutes Profil“, gefällt dem 47-Jährigen dessen Spielweise, „dass er beides bedient: zum Ball als auch Tiefe“.

Unabhängig von diesem Profil sieht Klose bei Maboulou jedoch noch Entwicklungsbedarf. Unter Druck habe der 1,90 Meter große Rechtsfuß noch Potenzial in der Entscheidungsfindung: „Wenn er reagieren muss, trifft er oftmals die falsche Entscheidung.“ Zudem schleichen sich noch technische Unsauberkeiten ein – etwas, das Klose jedoch ausdrücklich nicht als Vorwurf versteht: „Aber nicht vergessen, wo er herkommt“, zieht er den Vergleich zum aus der dritten italienischen Liga gekommenen und inzwischen etablierten Zoma: „Das braucht Zeit.“

Richtige Einstellung bei Maboulou

Die Grundvoraussetzung, um unter Klose mehr Einsatzminuten zu bekommen, scheint bei Maboulou aber gegeben zu sein: „Die Einstellung von ihm ist fantastisch und ich glaube schon, dass er noch einen Schritt machen kann“, erkennt der ehemalige DFB-Stürmer beim bislang viermaligen FCN-Profi deutliches Potenzial.

Zu dieser Einschätzung passen auch Maboulous eigene Worte nach seinem Comeback gegen die SpVgg Greuther Fürth auf FCN.de: „Mein Plan war es, noch fitter aus der Verletzung zu kommen, als ich beim Saisonstart war. Deswegen habe ich jeden Tag, trotz meiner Verletzung, im Kraftraum gearbeitet.“