Projekt Wiederaufstieg in weiterer Ferne
Mit dem Traum von der Premier League wechselte Caspar Jander vor der Saison vom 1. FC Nürnberg zum Zweitligisten FC Southampton. „Ein neues Umfeld mit vielen jungen Spielern aufzubauen und wieder in die Premier League aufzusteigen“, habe den 22-Jährigen vom Projekt überzeugt, erklärte er damals im Zuge seiner Vorstellung.
Fünf Monate später scheint dieses Vorhaben jedoch bereits in weiter Ferne. Nach 29 von 46 Spieltagen der Championship stehen die Saints auf einem enttäuschenden 15. Tabellenplatz. Zwischenzeitlich wurde sogar Trainer Will Still entlassen und durch den Deutschen Tonda Eckert ersetzt. Nichtsdestotrotz beträgt der Rückstand auf die direkten Aufstiegsränge bereits 18 Punkte. Lediglich die Playoff-Plätze ab Rang sechs scheinen mit sieben Punkten Rückstand noch nicht komplett außer Reichweite – wenngleich zahlreiche Teams vor Southampton rangieren.
Interesse aus der Bundesliga
Für Jander, der mit 24 Einsätzen zu den Leistungsträgern zählt, könnte sich nun dennoch die Möglichkeit ergeben, England bereits wieder zu verlassen. Denn wie Sky berichtete, soll RB Leipzig an den Diensten des ehemaligen Nürnbergers interessiert sein. „Den haben sie im Blick“, weiß Transferexperte Florian Plettenberg zu berichten.
Damit würden die Sachsen auf den Ausfall von Assan Ouedraogo reagieren, der derzeit aufgrund einer Knieverletzung fehlt. „Wir schauen uns um, welche Gelegenheiten sich ergeben“, bestätigte RB-Trainer Ole Werner gegenüber Sky, dass man aktuell den Markt sondiert. Auch der Ex-Augsburger Arne Engels von Celtic soll demnach auf der Liste stehen. Ergänzung: Aufgrund der Regularien der FIFA könnte Jander zwar im Winter den Verein wechseln, jedoch nicht mehr für einen dritten Klub in Pflichtspielen eingesetzt werden, da er in dieser Saison bereits für Southampton und den FCN zum Einsatz kam. Ein Wechsel im Sommer erscheint daher realistischer.
Dritter Wechsel in drei Jahren?
Inwiefern Jander jedoch nach so kurzer Zeit bereits wieder zu einem Wechsel bereit wäre und den Weg zurück nach Deutschland einschlagen würde, bleibt abzuwarten. Klar ist allerdings: Aktuell deutet wenig darauf hin, dass der filigrane Rechtsfuß in der kommenden Saison Erstligafußball mit Southampton spielen wird. Insofern erscheint ein Vereinswechsel im dritten Jahr in Folge angesichts seiner für Höheres berufenen Qualitäten zumindest nicht ausgeschlossen.



