
Ex-FCN-Stürmer sorgt für lange Europapokalsaison
Zwar gewann der polnische Erstligist Lech Posen sein Rückspiel am Donnerstagabend gegen Shakhtar Donetsk mit 2:1, musste aber aufgrund der 1:3-Niederlage im Hinspiel im Achtelfinale der Conference League die Segel streichen. Damit endete eine lange Europapokalsaison, die im August mit der Champions-League-Qualifikation begann und schlussendlich ganze 16 Spiele andauerte. Mitentscheidend dafür, dass sich Posen so lange auf internationaler Bühne zeigen durfte, war ein ehemaliger Stürmer des 1. FC Nürnberg.
Neuer Rekord nach Doppelpack
Denn Mikael Ishak, der zwischen 2017 und 2020 insgesamt 84-mal das FCN-Trikot trug und sich anschließend nach Polen verabschiedete, sorgt mit seiner Trefferquote für Aufsehen. Mit seinem Doppelpack beim jüngsten Ausscheiden gegen Donetsk schrieb der 32-Jährige sogar polnische Fußballgeschichte. Denn seine beiden Treffer bedeuteten die Europapokaltore 30 und 31 für Lech Posen – womit er einen 54 Jahre alten Rekord brach. Kein anderer Spieler traf so häufig für polnische Vereine in europäischen Wettbewerben. Allein 14 dieser Tore gelangen ihm in der laufenden Saison.
Starke Bilanz weltweit & bei Lech Posen
Ohnehin spielt Ishak eine äußerst starke Saison, die sogar weltweit Topwerte erreicht. In allen Wettbewerben steht der Ex-Cluberer nach 41 Einsätzen bei 28 Toren und 7 Vorlagen. Mit 35 Scorerpunkten gibt es laut Transfermarkt.de in allen ersten Ligen weltweit – inklusive nationaler und internationaler Pokalwettbewerbe – nur 14 Spieler, die häufiger direkt an Toren beteiligt waren.
Lech Posen kann sich schon seit Jahren auf die Torbeteiligungen seines Kapitäns verlassen. In jeder seiner sechs Spielzeiten für den Klub kam Ishak auf mindestens 15 Scorerpunkte – in fünf davon sogar auf mindestens 21. Entsprechend beeindruckend liest sich auch seine Gesamtbilanz beim aktuellen Tabellensiebten der Ekstraklasa: In 210 Einsätzen erzielte der ehemalige FCN-Profi 118 Tore und bereitete 32 weitere vor. Das ergibt starke 150 Scorerpunkte – umgerechnet eine Torbeteiligung alle 110 Minuten (exklusive Nachspielzeit), laut Transfermarkt.de.
Fokus auf verrückte Meisterschaft
Nach dem Ausscheiden aus dem Europapokal liegt für Ishak und Lech Posen nun der Fokus auf der heimischen Liga, in der man als punktgleicher Dritter mit dem Tabellenführer gute Chancen auf eine Verteidigung des Meistertitels hat. Völlig verrückt: In der polnischen Ekstraklasa trennen nach 25 Spieltagen den Ersten und den Sechzehnten gerade einmal zwölf Punkte. Zum Vergleich: In der 2. Bundesliga sind es nach einem Spieltag mehr 25 Punkte Unterschied zwischen diesen beiden Tabellenpositionen.


