Nicht funktioniert
Es sah in der Wintertransferperiode so aus, als könnte sich der 1. FC Nürnberg kurz vor der Schließung noch mit Immanuel Pherai verstärken. Beim FCN rechnete man lange Zeit damit, dass der Offensivakteur spätestens am Deadline-Day im Frankenland unterschreiben würde. „Richtig gut und richtig interessant“, lobte auch Miroslav Klose den Spieler. Am Ende kam es jedoch anders – und Pherai wechselte zum Ligakonkurrenten nach Elversberg.
Unfall
„Manchmal passieren dann Unfälle“, schildert Pherais neuer Trainer Vincent Wagner die Chronologie der Ereignisse: „Wir hatten das Glück, dass wir mit Otto Stange jemanden vom HSV hatten, den die Hamburger relativ kurzfristig zurückbeordern wollten.“ Der junge Stürmer, der bis zu diesem Zeitpunkt an die SVE ausgeliehen war, soll den Bundesligisten mit seinen Jokerqualitäten in der Rückrunde verstärken. In der Hinrunde konnte er immerhin fünf Scorerpunkte als Joker beisteuern.
Tausch
Da auch die SVE davon erst überzeugt werden musste, rückte zum Leidwesen der Nürnberger Pherai in den Mittelpunkt. „Wir haben einen der oder vielleicht sogar den besten Zehner der Liga bei uns in den Reihen“, sieht Wagner seine Mannschaft mit Bambasé Conté zwar bereits sehr gut auf dessen Idealposition aufgestellt, denkt bei Pherai aber wohl auch an die kommende Saison, für die man sich eine Kaufoption sichern konnte: „Bamba macht das so gut, die Wahrscheinlichkeit, dass er nächstes Jahr bei uns spielt, ist jetzt nicht so groß. Dementsprechend ist es gut, dass wir mit Manu jemanden bekommen haben, der die Acht, Zehn und sogar links außen eingerückt spielen kann.“
Unglücklich gelaufen
Dass Otto Stange und der HSV auf diese Art und Weise noch dazwischenkamen, ist für den 1. FC Nürnberg sicherlich unglücklich gelaufen. „Wir hätten gerne noch Qualität dazugewonnen, vor allem mit dem Spieler“, war entsprechend nicht nur Klose (via BILD) enttäuscht. Entsprechend anders ist die Stimmung in Elversberg bezüglich dieser Personalie. „Wir freuen uns einfach, dass wir einen Spieler mit einer solchen Qualität überzeugen konnten, hierher zu kommen“, sagt Wagner, der von einer „win-win“-Situation für Hamburg und Elversberg spricht – die Rechnung jedoch ohne den FCN gemacht haben dürfte.



