Große Vita
Marek Mintal ist eine Legende beim 1. FC Nürnberg. Der 48-Jährige feierte mit dem FCN als Aktiver sowohl mannschaftliche als auch individuelle Erfolge, wie beispielsweise den DFB-Pokalsieg oder die Torjägerkrone in der Bundesliga. Auch nach seiner Spielerkarriere blieb er dem Club zunächst treu – und war von 2013 bis 2021 in verschiedenen Trainerfunktionen bei den Franken tätig. Den Zuschlag für den Cheftrainerposten erhielt er 2020 trotz entsprechender Gerüchte jedoch nicht, stattdessen erhielt Robert Klauß damals den Vorzug.
Kritik
Auch deshalb schien das Verhältnis zum FCN zuletzt zumindest ein wenig gelitten zu haben. „Das hatte einfach extrem wenig mit Fußball zu tun“, nannte Mintal im Podcast United Nürnberg erst kürzlich seine Beweggründe dafür, warum er schon jahrelang keine Lust mehr hatte, das Max-Morlock-Stadion zu besuchen. Als „richtig schwach und katastrophal“ beschrieb er die vergangenen Jahre sogar.
Rückkehr
Doch nun, lediglich wenige Wochen später, kehrt der Slowake an seine alte Wirkungsstätte zurück. Ab Januar soll er das Individualtraining mit Spielern aus dem Perspektivkader leiten und die Stürmer aus dem Club-Nachwuchs fördern. Seit seiner Entlassung in Bayreuth im März 2024 war Mintal ohne Aufgabe, nun übernimmt er beim FCN wieder eine feste Rolle. Darüber hinaus warten auf Mintal auch repräsentative Aufgaben, die über den Trainingsplatz hinausgehen. „Wir freuen uns sehr, dass wir Marek von einer Rückkehr zum FCN überzeugen konnten. Jeder weiß, wie groß seine Expertise in der Offensive ist“, freut sich Sportvorstand Joti Chatzialexiou.
Verstärkung?
Bei seiner bislang einzigen Cheftrainerposition außerhalb Nürnbergs funktionierte das Toreschießen nur bedingt. Die SpVgg Bayreuth erzielte unter Mintals Regie in 27 Spielen in der Regionalliga Bayern nur 31 Treffer. Die Expected Goals hätten immerhin 37 Treffer „erlaubt“, man scheiterte aber zu oft an der Chancenverwertung. Daraus etwas auf Mintals Eignung abzuleiten, wäre unfair.
Schließlich wird er aufgrund seiner Karriere sinnvolle Tipps weitergeben können. Noch dazu kommt sein Name, der bei vielen jungen Spielern wahrscheinlich von alleine für den ein oder anderen Extraprozentpunkt Motivation sorgen wird. Die UEFA-Pro-Lizenz besitzt er auch, wodurch die Voraussetzungen für einen Mehrwert gegeben sind. „Als die Anfrage kam, war schnell klar, dass das eine Rolle ist, mit der ich mich identifiziere und in der ich auf gehe“, blickt Mintal zuversichtlich auf seine neue Aufgabe – und soll dem Nürnberger Nachwuchs schon bald neue Impulse für die Offensive geben.



