Neue Rolle: Baack ist beim FCN angekommen

Unverzichtbar für Klose, aber weiterhin der Teamplayer, dem es „nur um den Verein“ geht.

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Foto: DO IT NOW Media

Schwieriger Start

Die Umstellung vom guten Drittligaspieler beim SC Verl zum Stammspieler beim 1. FC Nürnberg war für Tom Baack alles andere als einfach. Zum einen musste er sich an das höhere Spieltempo, an andere Abläufe sowie an neue Mit- und Gegenspieler gewöhnen. Zum anderen wurde der 27-Jährige zunächst auch in einer Rolle eingesetzt, die sich deutlich von seiner jetzigen unterscheidet.

In der Vorbereitung, als der FCN noch nicht Adam Markhiyev hatte und auch Caspar Jander nicht spielen konnte, lief Baack oftmals auf der Sechserposition auf – und sollte viele Drucksituationen mit dem Rücken zum gegnerischen Tor auflösen, was zunächst eher schlecht als recht gelang.

Achter

Natürlich lag es nicht nur daran, dass Baack lange Zeit auf Einsätze warten musste. Seit einigen Wochen ist er auf der Achterposition jedoch mehr oder weniger gesetzt. An den vergangenen sechs Spieltagen stand er immer mindestens 83 Minuten auf dem Feld. Dabei kommt es ihm entgegen, dass der Club auf dieser Position deutlich mehr Wert auf Laufstärke, Physis und Intensität legt als noch in der Hinrunde.

Neue Rolle

Gerade die Rolle des Achters in der aktuellen Interpretation beim Club war für den gebürtigen Essener aber auch eine Umstellung: „In Verl war es mehr Ballbesitzfußball, da war ich im Spielaufbau oft auf der Doppelsechs.“

Ob es für ihn neu ist, nun selbst proaktiv die Tiefe zu belaufen und am Flügel für Durchbrüche zu sorgen? „Auf jeden Fall“, sagt Baack. Gegen Kaiserslautern stellte er gleich mehrere persönliche Bestwerte im FCN-Trikot auf. Nie war er an mehr Schüssen (3) direkt beteiligt, gab mehr Flanken (2) ab oder war öfter im gegnerischen Strafraum am Ball (5). Dennoch sieht er im letzten Drittel noch Luft nach oben: „Ich denke, das muss ich auch noch mehr trainieren, um gerade diese Situationen häufiger zu kreieren – entweder für die Mitspieler oder, um selbst zum Abschluss zu kommen.“

Teamplayer

Auch wenn Nürnbergs Trainer Miroslav Klose auf Baack derzeit nicht verzichten möchte, bleibt der Mittelfeldspieler gewohnt demütig. „Im Fußball geht es immer schnell“, erinnert er sich an die Hinrunde, in der er es zwischenzeitlich nicht einmal in den Spieltagskader schaffte. „Es kommt immer auf den Gegner und auf unseren Plan an“, weiß er um die unterschiedlichen Spielertypen auf seiner Position.

„Ich habe natürlich meine Stärken im läuferischen und kämpferischen Bereich“, beschreibt er sich selbst – und spricht bei seinen Mitspielern wie Finn Ole Becker und Rafael Lubach von „enormen Qualitäten“, die es dem Trainer jede Woche schwierig machen, die richtige Wahl zu treffen. Persönliche Schicksale gilt es jedoch hinten anzustellen. Nürnbergs Nummer 5 rückt stattdessen den Teamgedanken in den Vordergrund: „Es ist immer noch ein Teamsport, da kommt es nicht auf den Einzelnen an. Wir sind hier alle unter Vertrag, deshalb geht es nur um den Verein – und nicht um uns.“