Nächster Transferpoker für den FCN? „Glaube nicht, dass ein Verein die Ablöse bezahlen wird“

Der 1. FC Nürnberg möchte offenbar Mika Schroers verpflichten, der Stürmer soll seinen Wechselwunsch bereits hinterlegt haben.

1. FC Nürnberg FCN News Analyse Joti Chatzialexiou
Foto: DO IT NOW Media

Nächster Transferpoker für den FCN?

Wie schon bei Mittelfeldspieler Rajmund Toth steht der 1. FC Nürnberg nun offenbar erneut an dem Punkt, an dem man sich mit dem Wunschspieler grundsätzlich einig sein soll. Denn nach Informationen der Aachener Zeitung möchte der FCN Torjäger Mika Schroers verpflichten. Gleichzeitig habe der Spieler bei seinem Verein seinen Wechselwunsch hinterlegt.

Doch wie schon bei Toth und dem ungarischen Meister ETO FC fehlt nun auch mit dem Drittligisten Alemannia Aachen noch eine Einigung über die Ablösesumme, weshalb der Transfer bislang nicht finalisiert werden kann.

Azzouzi wartet auf „unmoralische Angebote“

Aussagen von Alemannia-Geschäftsführer Sport Rachid Azzouzi aus dem vergangenen Monat lassen allerdings daran zweifeln, dass Schroers zeitnah nach Nürnberg wechseln könnte. „Unabhängig von den vielen Gerüchten muss ich aber auch betonen: Ich glaube nicht, dass irgendein Verein die Ablöse, die wir im Kopf haben, bezahlen wird“, sagte der 55-Jährige vor gut einem Monat im Interview mit liga3-online.de.

Schon damals gab es Gerüchte über einen Wechsel des flexiblen Offensivspielers. Und weiter: „Sollten unmoralische Angebote herein flattern, sieht die Lage anders aus – und wir werden uns damit beschäftigen.“ Ob der 1. FC Nürnberg ein solches Angebot abgeben wird, erscheint zumindest fraglich. Azzouzi hielt es damals für „sehr realistisch“, dass der 24-Jährige auch in der kommenden Saison am Tivoli spielen werde – Aussagen, die im Transferpoker durchaus auch dazu dienen dürften, die Verhandlungsposition der Alemannia zu stärken und den Preis des Spielers nach oben zu treiben.

Millionenangebot nötig? „Muss allen Seiten passen“

Laut Aachener Zeitung soll Schroers, der in der Vorsaison bemerkenswerte 32 Scorerpunkte in der 3. Liga sammelte, ein Preisschild von mindestens einer Million Euro tragen – eine stattliche Summe für einen Drittligaspieler.

Immerhin klingen Azzouzis Aussagen gut vier Wochen nach seinem Interview mit liga3-online.de in der Aachener Zeitung etwas weniger deutlich als damals, lassen an seiner grundsätzlichen Haltung aber weiterhin kaum Zweifel: „Alle Spieler wollen immer den nächsten sportlichen Schritt machen, das ist völlig in Ordnung“, sagt der Sportchef. „Wir freuen uns, wenn sich Jungs so gut entwickeln, aber für eine Lösung muss es dann auch für alle Seiten passen.“

Kleine Hintertür

Ob diese Lösung mit dem 1. FC Nürnberg gefunden werden kann, bleibt abzuwarten. Wie schon der Transferpoker um Rajmund Toth zeigt, hilft der Wechselwunsch eines Wunschspielers allein nur bedingt. Eine kleine Hintertür, dass der Wechsel von Mika Schroers doch noch gelingen könnte, lässt Azzouzi dennoch offen: „Es geht immer darum, im Hier und Jetzt die beste Leistung im Training zu zeigen. Der Rest ergibt sich.“