Nächste Trainerentlassung der 2. Bundesliga? Geschätzter Klose-Kollege unter Druck

„Wir schämen uns“ – der Abstiegskampf fordert seine Opfer.

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FCN entkommt Abstiegskampf vorerst

Auch nach dem 26. Spieltag bleibt der Abstiegskampf der 2. Bundesliga weiterhin äußerst spannend. Gerade einmal sieben Punkte trennen den Tabellenelften Fortuna Düsseldorf vom Schlusslicht FC Magdeburg, weshalb sich fast die halbe Liga acht Spieltage vor Saisonende noch nicht sorgenfrei fühlen kann. Der 1. FC Nürnberg konnte mit seinem jüngsten 3:2-Auswärtssieg beim Tabellensiebzehnten Holstein Kiel etwas durchatmen und vorerst beruhigende sieben Punkte zwischen sich und den Abstiegsrelegationsplatz 16 bringen.

Reagiert der nächste Abstiegskandidat?

In einer solchen wichtigen Saisonphase neigen Vereine regelmäßig dazu, nochmals einen entscheidenden Impuls zu setzen. So beispielsweise auch Eintracht Braunschweig, die nach dem letzten Spieltag Trainer Heiner Backhaus durch Lars Kornetka ersetzten und prompt ihr Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf gewannen. Nach diesem Wochenende könnte nun offenbar der nächste Trainerwechsel in der 2. Bundesliga bevorstehen. Denn Preußen Münster musste eine empfindliche 0:6-Klatsche bei den vor diesem Spieltag punktgleichen Dynamo Dresden hinnehmen. Als Tabellensechzehnter besteht dementsprechend akute Abstiegsgefahr für die Westfalen.

Geschätzter Kollege Kloses

Demzufolge könnte es für einen guten Kollegen von Miroslav Klose eng werden. „Ich stehe auf genau den gleichen Ball, deswegen verstehen wir uns auch so gut“, sagte Klose beim 1:1-Unentschieden gegen die Münsteraner im Januar in Richtung Alexander Ende, der zuvor ebenfalls die Nürnberger Herangehensweise gelobt hatte. Nach der Pressekonferenz tauschten sich die beiden Trainer noch minutenlang aus. Sechs Wochen später könnte Ende nach der herben Pleite in Dresden nun eine Entlassung drohen.

Bekenntnis vermieden

So konnte Sport-Geschäftsführer Ole Kittner nach der Partie am Sky-Mikrofon seinem Trainer nicht den Rücken stärken, kündigte stattdessen Gespräche an: „Es geht gerade nicht darum, dass wir über eine Person sprechen. Weil das, was ich heute erlebt habe, das ist ein Stück weit größer. Wir werden alles hinterfragen, logischerweise. Es ist jetzt nicht der Moment, um auf eine Person zu zeigen“, so Kittner, der damit ein klares Bekenntnis vermied und von „vielleicht mit die bitterste Niederlage“ während seiner Amtszeit sprach.

„Wir schämen uns“

Insbesondere die Art und Weise und Höhe der Niederlage dürfte zu denken geben. „Wir schämen uns als Mannschaft. Verlieren geht, aber auf diese Art und Weise“, war Preußen-Kapitän Jorrit Hendrix deutlich. Ende selbst kann verstehen, dass nun vieles auf den Prüfstand gestellt wird: „Dass man nach einem 0:6 die Köpfe zusammensteckt und sagt, das ist hart, das darf nicht unser Bild sein in der Situation, das ist ganz klar.“ Trotzdem bleibt der 46-Jährige optimistisch: „Wir haben immer an einem Strang gezogen. Warum sollte das jetzt anders sein?“

Bleibt abzuwarten, was die Gespräche bei den krisengebeutelten Preußen mit nur einem einzigen Sieg aus den letzten zwölf Spielen ergeben. Nach den Aussagen des Sport-Geschäftsführers scheint es aber alles andere als unmöglich, dass die 2. Bundesliga ihre nächste Trainerentlassung erlebt – und Klose einen geschätzten Kollegen verliert. Möglicherweise könnte Alexander Ende das kommende Heimspiel gegen den Tabellenletzten FC Magdeburg noch als Jobendspiel gewährt werden.