Nach Sieg gegen FCN mit „Rückfall“: Zweitligist trifft Trainerentscheidung

Vor entscheidenden Wochen im Abstiegskampf der 2. Bundesliga.

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Foto: DO IT NOW Media

FCN mit „Totalversagen“

Es war wohl das enttäuschendste Spiel des 1. FC Nürnberg in der Rückrunde: Bei der 0:1-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf am 25. Spieltag ließen die FCN-Spieler nahezu alles vermissen, weshalb Trainer Miroslav Klose im Nachgang sogar von einem „Totalversagen“ sprach.

Eine Ansage, die offenbar Wirkung zeigte: Denn dem aufkommenden Abstiegskampf konnte man mit zwei Siegen in Folge entgegenwirken, der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz beträgt sieben Spieltage vor Saisonende inzwischen acht Punkte.

Gegensätzliche Entwicklung

Genau gegensätzlich stellte sich die Lage seitdem für die Fortuna dar, die mit dem Sieg in Nürnberg ihren zweiten Erfolg in Serie feierte und sogar am Club vorbeizog. Mit dieser positiven Tendenz und Rang zehn schien man sich aus den lang anhaltenden Abstiegssorgen befreien zu können.

Doch anders als die Franken verloren die Düsseldorfer ihre beiden darauffolgenden Spiele: zunächst beim direkten Konkurrenten und kommenden FCN-Gegner Eintracht Braunschweig mit 0:1, eine Woche später folgte eine deutliche 2:5-Heimniederlage gegen Hertha BSC.

In der Tabelle steht zwar weiterhin Rang elf, der Vorsprung auf die Plätze 16 und 17 beträgt jedoch nur noch magere drei beziehungsweise vier Punkte – statt der erhofften Befreiung folgte ein „Rückfall“, wie F95-Sportvorstand die jüngste Niederlage einordnete.

Viele wichtige Spiele: Trainerfrage bei Fortuna?

Aufgrund der vielen anstehenden direkten Duelle mit Abstiegskandidaten – Kiel (16.), Magdeburg (17.), Dresden (12.) und Fürth (14.) – steht Fortuna vor enorm wichtigen Wochen in der Schlussphase der Saison. Eine Situation, die erneut Fragen nach der Trainerposition aufwerfen könnte. Schließlich übernahm Markus Anfang erst in der Hinrunde nach dem achten Spieltag für Daniel Thioune, als Düsseldorf sein Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg mit 2:3 verloren hatte. Nicht aber für Mislintat, der seinem Trainer den Rücken stärkt:

„Markus hat bereits bewiesen, dass er in der 2. Bundesliga regelmäßig punkten kann. Wir wollen prinzipiell offensiv denken. Aber zum jetzigen Zeitpunkt geht es auch um Stabilität, gute Inhalte und das Erkennen von Verbesserungspotenzialen. Und diese hat er deckungsgleich analysiert und angepackt. Auch wenn wir jetzt zuletzt gegen Hertha leider einen Rückfall hatten”, erklärt der 53-Jährige gegenüber Transfermarkt.de.

FCN als Zünglein an der Waage

Auch wenn die Fortuna vieles selbst in der Hand hat, wird man in den kommenden Wochen sicherlich auch dem FCN die Daumen drücken. Schließlich trifft der Club in den nächsten fünf Spielen ausschließlich auf Mannschaften, die sich im Abstiegskampf befinden.

Dadurch könnten die Franken für die acht Teams zwischen Rang elf und 18, die nur fünf Punkte trennen, zum entscheidenden Zünglein an der Waage werden.