Nach FCN-Spiel entlassen: Zweitligatrainer übernimmt Bundesligisten

Für den 51-Jährigen ist es das Debüt in der Bundesliga.

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Krisenduell im Oktober

Es hätte auch Miroslav Klose treffen können – zumindest war die Stimmung vor dem 8. Spieltag dieser Saison beim 1. FC Nürnberg alles andere als gut. Nach nur vier Punkten aus sieben Spielen schien der FCN-Trainer zur Disposition zu stehen, wenngleich Sportvorstand Joti Chatzialexiou dies im Nachhinein verneinte. Da der Club das Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf jedoch mit 3:2 gewann, kühlte die Trainerdiskussion im Frankenland vorerst ab.

Trainerwechsel nach FCN-Niederlage

Auf der Gegenseite musste dagegen ein Trainerkollege Kloses seinen Posten räumen. Daniel Thioune wurde nach der Heimniederlage gegen den FCN nach über dreieinhalb Jahren bei Fortuna Düsseldorf entlassen. Zuvor hatte er mit den Rheinländern den Aufstieg 2023/24 nur knapp verpasst und war in der Relegation am VfL Bochum gescheitert. Mit lediglich zehn Punkten nach acht Spieltagen rangierte die ambitionierte Fortuna zu diesem Zeitpunkt nur auf Tabellenplatz 13 – zu wenig für die eigenen Ansprüche.

Fortuna im Abstiegskampf, Thioune in der Bundesliga

Fast genau vier Monate später ergibt sich ein bemerkenswertes Bild: Während Fortuna Düsseldorf unter Markus Anfang erneut auf Rang 13 steht und sich im Abstiegskampf der 2. Bundesliga befindet, findet sich Thioune nun in der Bundesliga wieder.

Überraschend verkündete Werder Bremen den 51-Jährigen als Nachfolger von Horst Steffen, der nach dem 1:1 im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am vergangenen Wochenende freigestellt wurde. Zum aktuellen Zeitpunkt hat Werder nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz 16.

Bundesliga-Debüt für Thioune

Für Thioune bedeutet die neue Aufgabe den erstmaligen Schritt in die Bundesliga. Bislang sammelte der gebürtige Niedersachse bei weiteren Stationen wie dem Hamburger SV und dem VfL Osnabrück ausschließlich Erfahrungen in der 2. Bundesliga und der 3. Liga. Mit dem neuen Trainer soll bei Werder nun die Trendwende gelingen – nach zuletzt zehn Spielen ohne Sieg.

Überraschende Entwicklung nach FCN-Spiel

„Ich freue mich sehr auf die Arbeit mit der Mannschaft und bin überzeugt, dass es uns gelingen wird, erfolgreich miteinander zu arbeiten und die Ziele des Vereins zu erreichen. Nach den sehr guten Gesprächen mit den Verantwortlichen war für mich schnell klar, dass ich zu Werder gehen möchte“, wird Thioune auf der Vereinswebsite zitiert.

Dass der Trainer des Verlierers aus der Partie zwischen Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Nürnberg Anfang Oktober nur rund vier Monate später einen Bundesligisten übernehmen würde, war damals wohl kaum absehbar.