Mit „Zobel“ ist der FCN um 55% torgefährlicher

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache beim 1. FC Nürnberg.

1. FC Nürnberg FCN News Analyse CLUBFOKUS Mohamed Ali Zoma Piet Scobel
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FCN-Sturmduo schien gefunden

Nachdem das Jahr mit einem Doppelpack beim 3:2 des 1. FC Nürnberg über die SV Elversberg für Piet Scobel furios startete, schien ein neues Sturmduo gefunden. Denn der Zielspieler und der dynamische Mohamed Ali Zoma ergänzten sich in ihren Profilen gut. Auch in den darauffolgenden drei Spielen zeigte das Duo zumindest phasenweise gute Ansätze, wurde daraufhin aber wieder getrennt. So musste Scobel zuletzt fünfmal in Serie auf der Bank Platz nehmen. Sein Startelf-Comeback beim 3:0 über den FCK verlief hingegen überzeugend.

Scobel & Zoma „harmonisch“

Auch Miroslav Klose lobte nicht nur Scobel, sondern explizit auch das Zusammenspiel mit Sturmpartner Zoma: „Beide richtig gut.“, sah der FCN-Trainer die beiden gut aufeinander abgestimmt und „harmonisch“. Vor allem, weil sie sich gut bewegten und demzufolge „schwer zu decken“ waren. „Das war echt richtig gut“, betonte der zufriedene 47-Jährige. Insofern erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass Klose an den verbleibenden sieben Spieltagen dieser Saison noch öfter auf Scobel und Zoma setzen wird.

Zahlen sprechen eindeutige Sprache

Zumal auch die Zahlen dieses Duos eine eindeutige Sprache sprechen. In den fünf Rückrundenspielen, in denen Scobel und Zoma nicht gemeinsam in der Startelf standen, kam der Club laut DFL-Daten auf 8,8 Abschlüsse und 1,24 Expected Goals pro Spiel.

Deutlich besser stellen sich diese beiden Werte in den fünf Rückrundenspielen mit beiden in der Startelf dar: Dort kam der FCN auf 17 Abschlüsse und 1,92 Expected Goals – eine Steigerung der Schüsse um 93% und der Expected Goals um 55%. Und das, obwohl darin eine über 40-minütige Unterzahl gegen Paderborn enthalten ist.

„Zobel“ erhöht Siegwahrscheinlichkeit

In der Tor- (zwei weniger bei 8 und 10) sowie Punkteausbeute schlug sich diese klar erhöhte Torgefahr bislang jedoch noch nicht nieder. Denn sowohl in den fünf Spielen mit als auch in den fünf Spielen ohne das Duo sammelte die Klose-Elf jeweils sieben Punkte in der Rückrunde.

Aber letztendlich geht es darum, mit vielen Torchancen die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, Spiele zu gewinnen – wie Julian Justvan stets betont. Genau das scheint mit „Zobel“ in der Startelf – so könnte man das Duo aus Mohamed Ali Zoma und Piet Scobel taufen – der Fall zu sein und zumindest für die Restsaison Zukunft beim 1. FC Nürnberg zu haben.