FCN als Sprungbrett
In der jüngeren Vergangenheit taugte der 1. FC Nürnberg schon für den ein oder anderen Spieler als Sprungbrett in die Erstklassigkeit. So wechselten beispielsweise Finn Jeltsch, Jens Castrop, Nathaniel Brown und Can Uzun allesamt in die Bundesliga. Stefanos Tzimas gelang mit seinem Rekordtransfer von kolportierten 26,5 Millionen Euro Ablöse sogar der Sprung in die Premier League zu Brighton & Hove Albion.
Ein ähnlicher Werdegang schwebt nun einem FCN-Profi vor, der erst seit dem Winter am Valznerweiher heimisch ist: Styopa Mkrtchyan. Anfang Februar wechselte der 22-jährige Armenier vom kroatischen Erstligisten NK Osijek ins Frankenland. Seitdem kam der Innenverteidiger dreimal im Clubtrikot zum Einsatz. Zuletzt musste er Tarek Buchmann als Ersatz für den verletzten Kapitän Fabio Gruber allerdings den Vorzug lassen.
Traum von der Premier League
In einem Interview mit dem armenischen Nachrichtenportal Azatutyun verriet Mkrtchyan seinen großen Karrieretraum: „In Kroatien habe ich mich weiterentwickelt, und jetzt ist auch die 2. Bundesliga ein nächster Schritt nach vorne. Von hier aus hoffe ich, den nächsten Schritt zu machen – dorthin, wo ich wirklich hinmöchte.“ Dies soll offenbar die Premier League sein.
„England ist natürlich mein größter Traum: für Liverpool FC, Manchester City oder Manchester United zu spielen“, hegt der armenische Nationalspieler große Ziele – und bringt dafür offenbar auch die nötige Mentalität mit: „Ich bin überzeugt, dass das eines Tages möglich ist“, ist er sich aber auch der nötigen Schritte bewusst: „Aber ich gehe Schritt für Schritt vor – mein aktuelles Ziel ist es, mich hier durchzusetzen und Stammspieler zu werden.“
Konkurrenzkampf in Nürnberg
Schließlich stehen beim Club in der Innenverteidigung derzeit Gruber und Luka Lochoshvili oben in der Rangordnung. Dahinter muss sich Mkrtchyan nun offenbar vorerst mit Buchmann um die Position Nummer drei streiten. Diesem Konkurrenzkampf in seinem neuen Klub will er sich stellen:
„Als ich gewechselt bin, wusste ich, dass ich zunächst wenig spielen werde, weil zwei Verteidiger schon gesetzt waren. Aber ich habe keine Angst – schon gar nicht im Fußball. Es ist Konkurrenz, ich muss mich durchsetzen und spielen. Das ist kein Problem für mich. Auch in Osijek habe ich am Anfang nicht gespielt. Ich werde mich durchsetzen und zu 100 Prozent hier spielen.“
Gegenseitige Wertschätzung
Es scheint, als hätte der 1. FC Nürnberg mit Styopa Mkrtchyan einen äußerst selbstbewussten Spieler mit großen Zielen verpflichtet – der seine Qualitäten in seinen ersten Einsätzen bereits andeutete. Der Spieler selbst fühlt sich beim FCN gut aufgenommen und schätzt die Zusammenarbeit mit Klose, Javier Pinola & Co.: „Alle versuchen, mir zu helfen, damit ich mich schnell verbessere und anpasse.“
Auf der anderen Seite freut sich auch Klose über seinen Winterneuzugang, sieht noch Potenzial im Abwehrspieler und will dieses entsprechend fördern: „Wir sind jedenfalls sehr froh, dass er bei uns ist“.



