Noch ohne Tor
Zur Winterpause wartet Artem Stepanov noch auf sein erstes Zweitligator für den 1. FC Nürnberg. Nachdem der 18-Jährige zu Saisonbeginn noch als großer Hoffnungsträger für den FCN-Sturm galt, saß er kurze Zeit darauf nur auf der Bank oder schaffte es teilweise nicht einmal in den Spieltagskader.
Zwischen dem zehnten und 14. Spieltag durfte er immer von Beginn an auflaufen, ehe ihm zuletzt wieder nur der Platz auf der Bank blieb. So stehen nach der Hinrunde 13 Einsätze in der 2. Bundesliga – sieben davon von Beginn an – für den Ukrainer zu Buche. „Stepanov kommt, glaube ich, auf gute Spielzeit“, sagt FCN-Trainer Miroslav Klose dazu.
Noch jung
Trotz der Einsatzzeit sieht Klose nach wie vor viel Steigerungsbedarf bei der Leihgabe aus Leverkusen: „Wir wissen aber auch, dass er noch sehr jung ist und noch viele Fehler macht, auch im Spiel.“ Seine Positionierung im letzten Drittel ist nach wie vor ausbaufähig, sowohl in der gegnerischen Box als auch im Übergangsspiel.
Klose bemängelt zudem immer wieder – auch im Training – das Jugendliche in Stepanovs Spielweise: „In kleinen Spielformen hat er noch dieses Spielerische oder Jugendmäßige.“
Zufrieden
Insgesamt zeigt sich der Weltmeister von 2014 dennoch einverstanden mit dem großgewachsenen Stürmer: „Aber wenn ich seine Entwicklung im letzten halben Jahr sehe, dann muss ich auch sagen, dass das schon sehr gut ist.“ Gemeint sein dürfte damit unter anderem die Intensität Stepanovs. Vor allem im Spiel gegen den Ball machte der ukrainische U21-Nationalspieler große Schritte.
Mittlerweile findet er deutlich bessere Anlaufwinkel und arbeitet deutlich mehr, wenn der Gegner den Ball hat. Auf 90 Minuten gerechnet ist er – auch wenn seine vielen Einwechslungen das Gesamtbild etwas verzerren könnten – knapp vor Mohamed Ali Zoma der Nürnberger mit den meisten Sprints (21 pro 90 Minuten).
Draufpacken
Am Ende wird ein Stürmer bekanntlich vor allem an Toren gemessen. Geht man danach, so kann man bislang nicht von einer erfolgreichen Leihe aus Nürnberger Sicht sprechen. Auch in den Parametern Expected Goals oder Strafraumaktionen hinkt Stepanov im Ligavergleich hinterher. „Ich hoffe, dass er da noch was draufpacken kann“, sieht auch Klose noch Luft nach oben.



