Positive Überraschung
„Und vielleicht – und davon gehe ich aus – überrascht uns der ein oder andere Spieler“, war Miroslav Klose guter Dinge vor dem Hinrundenabschluss gegen Hannover 96. Rund um den 1. FC Nürnberg kursierte eine Krankheitswelle, durch die einige Spieler passen mussten. Da darüber hinaus Adam Markhiyev gelbgesperrt fehlte, durfte Tom Baack erstmals seit Mai – damals noch im Trikot des SC Verl – von Beginn an auflaufen.
„Tom Baack, erstes Spiel von Anfang an – er hat gefühlt jedes Loch läuferisch gestoppt“, war Klose zufrieden mit dem 26-Jährigen. Tatsächlich spulte er bei seinem Startelfdebüt für den FCN die meisten Kilometer der Franken ab, ehe er aufgrund seiner gelben Karte ausgewechselt wurde. Dennoch überraschte der ehemalige Juniorennationalspieler insgesamt positiv, vor allem gegen den Ball lieferte er eine sehr ordentliche Leistung ab.

Positivbeispiel
Für Klose ist es wichtig, dass Spieler – auch wenn sie nicht so viele Einsatzminuten bekommen – ihren Wert für das Team kennen. „Tom Baack ist ein Beispiel“, hebt er den Mittelfeldspieler positiv hervor: „Er kommt jeden Tag mit einem Lächeln hier an, obwohl er nicht viele Minuten bekommen hat. Aber er ist auf dem Trainingsplatz voll da. Er läuft und macht. Diese Spieler brauchst du auch für das Training.“
Rolle angenommen
Zwischen dem vierten und 13. Spieltag blieb Baack gänzlich ohne Einsatzminute und stand mitunter gar nicht im Spieltagskader. „Wenn ich damit zufrieden wäre, wäre ich wahrscheinlich fehl am Platz“, war er damit natürlich nicht zufrieden, wie er im Interview mit fcn.de zugibt. Mit seinem Status als Ergänzungsspieler hat er sich dennoch arrangiert: „Ich würde sagen, dass jeder Spieler in einer Mannschaft seine Rolle hat. Dann steht der Spieler vor der Wahl, ob er sie annimmt oder nicht. Ich habe meine Rolle angenommen.“
Teamplayer
Mit seinen Aussagen bestätigt der ehemalige Bochumer, warum er als Teamplayer gilt und sich in den Dienst der Mannschaft stellt: „Das Wichtigste dabei ist, dass man trotz allem als Team agiert und füreinander da ist. […] Und wenn ich zum Training komme, dann habe ich 100 Prozent zu geben. Ansonsten kann ich als Spieler auch zu Hause bleiben.“
Mehr Einsätze
Mit Adam Markhiyev, Rafael Lubach und Co. wird Tom Baack auch in der Rückrunde eine starke Konkurrenz vor sich haben. „Ich persönlich versuche, mich weiter zu verbessern und jedes Training und jeden Einsatz zu nutzen, um mehr Spielpraxis zu erhalten“, steht sein Ziel für 2026 fest. Angesichts der Leistung gegen Hannover und der lobenden Worte von Miroslav Klose hat er zumindest Chancen, das ein oder andere Spiel als Joker mehr zu erhalten. Und sollte einer der Spieler vor ihm ausfallen, muss er auf den zweiten Startelfeinsatz vielleicht nicht ganz so lange warten wie auf den ersten.



