Geduld
Seit dem siebten Spieltag stand er beim 1. FC Nürnberg jedes Mal im Spieltagskader der 2. Bundesliga, lediglich gegen Hannover fehlte er krankheitsbedingt. Mehr Spielminuten als seine Einwechslung bei der 0:3-Niederlage gegen Magdeburg in der Nachspielzeit hatte Eric Porstner in dieser Saison aber noch nicht bekommen. Für FCN-Trainer Miroslav Klose war es dennoch immer eine Frage der Zeit: „Die Chance kommt früher oder später. Während der Saison wird jeder seine Minuten bekommen. Und darauf müssen die auch lauern.“
Startelfdebüt
Als Berkay Yilmaz am 19. Spieltag gesperrt fehlte, war es so weit. Porstner durfte erstmals in der 2. Bundesliga von Beginn an auflaufen. Einen „fantastischen Weg“ attestiert ihm Klose bis hierhin – und ist stolz, dass „wieder einer von uns aus Nürnberg“ den Sprung zu den Profis meistern konnte. „Wie er alles annimmt, wie er arbeitet und das Niveau im Training anhebt“, erhält das Nürnberger Eigengewächs, das mit viel Fleiß und Ehrgeiz auf sich aufmerksam machen kann, viel Lob vom ehemaligen DFB-Stürmer.
Gelungenes Debüt
In Darmstadt zeigte Porstner, dass er viel Drang in Richtung Offensive mitbringt, gab am Ende zwei Abschlüsse selbst ab und bereitete einen weiteren vor. Trotz seiner erst 18 Jahre agierte er sehr ruhig im eigenen Ballbesitz und verzeichnete am Ende die wenigsten Ballverluste aller FCN-Feldspieler, die von Beginn an auf dem Platz standen. Dass mitunter das Timing oder auch das Stellungsspiel noch ausbaufähig sind, ist wohl so ziemlich das Normalste der Welt.
Auch sein Trainer zeigte sich zufrieden mit seinem Schützling. Nur „das Tor“ habe gefehlt, verweist der Weltmeister von 2014 auf eine Schusschance Porstners in der ersten Halbzeit. Auch wenn diese den Datenanbietern zufolge nur eine Torwahrscheinlichkeit von zehn Prozent hatte, nutzt der Linksfuß solche Gelegenheiten laut Klose im Training regelmäßig. „Das ist aber auch völlig normal“, weiß er aber um die veränderten Umstände in Darmstadt.
Herzensverein
Porstner selbst bezeichnete sein erstes Spiel in der Anfangsformation bei Sky als eine „geile Erfahrung“ und betonte, dass der 1. FC Nürnberg sein „Herzensverein“ ist: „Ich war oft im Stadion als Kind – und jetzt selbst vor den Kulissen zu spielen, ist unbeschreiblich.“



