Klose erklärt den FCN-Ansatz: „Deswegen müssen wir so spielen“

Der Trainer lobt zwei Schlüsselspieler: „Da können wir uns glücklich schätzen“.

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Neue Bestwerte

Miroslav Klose betonte beim 1. FC Nürnberg schon oft sein Faible für ein hohes Pressing. Davon zu sehen war bei seinem FCN jedoch lange Zeit nichts. In der Vorsaison verteidigte man – auch aufgrund des Personals – zumeist eher tief und abwartend in einer Fünferkette. In der Hinrunde presste man nach der Umstellung auf die Viererkette nach und nach höher, blieb datentechnisch diesbezüglich aber unterdurchschnittlich.

Seit der Rückrunde präsentiert man sich dahingehend jedoch anders. 19, 23 und 19 hohe Balleroberungen waren die Ausbeute aus den ersten drei Spielen 2026, was jeweils die Bestwerte in Kloses Amtszeit bedeuteten und einen veränderten Spielstil als zuvor symbolisiert.

1-gegen-1

„Mutiger und hinten halt 1-gegen-1“, analysiert der Trainer das Spiel gegen den Ball seiner Mannschaft. Auffällig ist, dass der Club in der letzten Linie oft Mann gegen Mann – und nicht mit einem Spieler Überzahl zur Absicherung – verteidigt. „Obwohl Amenyido und Batista-Meier schwer zu verteidigen sind“, tat man dies auch gegen Münster. „Sonst läufst du dreimal so viel und kommst in keinen Zweikampf“, war dies angesichts des Gegners unerlässlich. Klose möchte diesen Ansatz aber besonders im heimischen Max-Morlock-Stadion fortsetzen: „Deswegen müssen wir so spielen, vor allem zu Hause.“

„Echt zufrieden“ war der 47-Jährige mit seiner Mannschaft: „Gegen den Ball haben wir schon ein paar Schritte nach vorne gemacht.“ Nicht nur das Tor fiel nach einer der zahlreichen gefährlichen Balleroberungen. Andere Gelegenheiten, die daraus resultierten, ließ man in der Anfangsphase jedoch ungenutzt. „Es nützt nichts, wenn du kein Tor daraus machst“, zeigte sich der Weltmeister von 2014 mit der Ausbeute unzufrieden.

Glücklich

Dass man so mutig und im 1-gegen-1 verteidigen kann, liegt zu einem großen Teil auch an der Nürnberger Innenverteidigung. Fabio Gruber und Luka Lochoshvili sind laut Klose „Top-Innenverteidiger in der Liga“, Lochoshvili würde er sogar als „Unterschiedsspieler“ bezeichnen: „Da können wir uns glücklich schätzen, vor allem wie sie große Räume verteidigen können.“ Auf Gruber muss er jedoch am Samstag in Paderborn verzichten, sodass entweder Tarek Buchmann oder Neuzugang Styopa Mkrtchyan an der Seite des Georgiers auflaufen wird.