Justvan sieht seine Zukunft beim FCN

Der Spielmacher spricht über Trainer Klose, seine neue Führungsrolle – und den Traum von der Bundesliga.

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Foto: DO IT NOW Media

Ungewohnte Rolle

Alle seiner 57 Pflichtspiele für den 1. FC Nürnberg bestritt Julian Justvan von Beginn an, seitdem er sich im Sommer 2024 den Franken anschloss. Beim FCN erhofft man sich vom gebürtigen Landshuter den nächsten Schritt in Richtung Führungsspieler, was für Justvan mitunter noch ungewohnt ist, wie er im Interview bei Radio Gong 97.1 berichtet: „Wir haben eine sehr junge Mannschaft. Für mich ist die Rolle auch neu, weil ich sonst selber immer einer der Jüngeren war. Jetzt bin ich mit 27 einer der Ältesten und versuche, der Rolle gerecht zu werden.“

Auch wenn für den Linksfuß die Leistungen auf dem Feld an oberster Stelle stehen, will er „auch in der Kabine vorangehen, alle Spieler mitnehmen und sie ins Boot holen.“ Als Beispiel für seine Führungsaufgaben nennt er Gespräche mit jungen Spielern, die gerade nicht so viel Einsatzzeit wie gewünscht bekommen, um diese bei Laune zu halten.

Trainer Klose

Dass sein Trainer Miroslav Klose unter anderem Weltmeister und WM-Rekordtorschütze ist, hat sich für Justvan zur „Normalität“ entwickelt. „Er will auch nicht, dass man das so hoch ansieht“, scheint auch der 47-Jährige nicht zu viel Aufmerksamkeit darauf legen zu wollen: „Er will, dass wir ihn als Mensch und Trainer sehen und ein ganz normales Verhältnis haben. Mittlerweile ist das auch so – und das ist gut.“

„Er macht es gut“, hat Justvan positive Worte für seinen Trainer übrig – wenngleich er anmerkt, dass Klose „im Trainerjob noch relativ neu“ ist. Die Karriere als Aktiver sowie das restliche Nürnberger Trainerteam wissen das jedoch auszugleichen: „Er versucht, uns seine Erfahrungen als Spieler mitzugeben. Er hat ein gutes Team um sich herum und versucht, das Maximum aus uns rauszuholen.“

Der ehemalige Stürmer sei zudem auch als Coach „sehr ehrgeizig“ und konnte als Spieler auch aus taktischer Sicht Erfahrungen auf dem allerhöchsten Niveau sammeln, die er nun versucht, an die Gegebenheiten der 2. Bundesliga anzupassen, wobei ihm seine Nummer 10 einen „guten Job“ attestiert.

Zukunft in Nürnberg

Sowohl Klose als auch Justvan hoffen vor allem, bald wieder positivere Ergebnisse einfahren zu können, nachdem man zuletzt nur fünf Punkte aus sieben Spielen holen konnte. „Das macht uns als Mannschaft stärker, wenn wir uns da geschlossen zusammen rauskämpfen“, hofft der Linksfuß auf einen Club, der aus dieser Phase gestärkt hervorgeht.

Auf längere Sicht möchte er seinen 18 Einsätzen in der höchsten deutschen Spielklasse noch den ein oder anderen hinzufügen: „Ich würde gerne nochmal Bundesliga spielen, am besten mit dem Club.“ Gleichzeitig spricht er davon, dass er sich „auf jeden Fall“ in Nürnberg wohlfühlt – und seinen Weg beim FCN noch nicht zu Ende sieht: „Ich habe ja auch geplant, hier länger zu sein.“ Entsprechend möchte er beim derzeitigen Tabellenelften der 2. Bundesliga „persönlich wachsen, die Situation annehmen, wie sie ist, Führungsspieler sein und den jungen Spielern was mitgeben.“