KSC-Trainer Eichner lobt Lochosvhili
Mit einem fulminanten 5:1 besiegte der 1. FC Nürnberg den Karlsruher SC deutlich. Insbesondere in der Offensive zeigte sich der Club an diesem Freitagabend eiskalt und nutzte jeden sich bietenden Raum in der Gästeabwehr, wie auch KSC-Trainer Christian Eichner nach der Partie am Sky-Mikrofon zugestand:„Ich habe eine brutal effektive Nürnberger Mannschaft gesehen.“
Auf der anderen Seite konnte der 43-Jährige mit dem Abwehrverhalten seiner Mannschaft überhaupt nicht einverstanden sein: „Wir haben uns dilettantisch angestellt bei den Gegentoren“, fiel Eichners Urteil knallhart aus. In diesem Zuge hob er auf FCN-Seiten einen Gegenspieler besonders hervor, dessen Herangehensweise er sich offenbar auch von seinen eigenen Defensivspielern wünschen würde: „Wenn ich den Kollegen auf der linken Innenverteidigerposition in Nürnberg zugrunde lege“, kommt Eichner auf Luka Lochosvhili zu sprechen: „So verteidigt man.“
Formstarker Lochosvhili auch im Spielaufbau zunehmend dominanter
Nicht nur in Nürnberg selbst, sondern inzwischen auch auf gegnerischer Seite wird die seit Wochen starke Form Lochosvhilis anerkannt. Der 27-jährige Georgier lieferte auch gegen den KSC erneut eine nahezu fehlerfreie Leistung in der Defensive und gewann 85 Prozent all seiner Zweikämpfe – persönlicher Bestwert in dieser Saison.
Umso bemerkenswerter: Der Linksfuß übernimmt inzwischen zunehmend Verantwortung im Spielaufbau und verzeichnete die meisten Ballaktionen aller Nürnberger Feldspieler hinter Adam Marhiev. Von seinen 55 gespielten Pässen brachte Lochosvhili 95 Prozent an – ebenfalls ein persönlicher Saisonbestwert. Dabei wird der georgische Nationalspieler immer mutiger im Überspielen gegnerischer Linien und spielte mit neun erfolgreichen progressiven Pässen die meisten seines Teams gegen den KSC.
Lochosvhilis bemerkenswertes Gesamtpaket
Zusammengefasst: Luka Lochosvhili dürfte mit seinem bemerkenswerten Gesamtpaket aus Physis, Zweikampfstärke, Timing und inzwischen auch Spielaufbau zu den besten Innenverteidigern der 2. Bundesliga zählen. Das beweist er Woche für Woche auf dem Platz – und es spiegelt sich logischerweise auch in seinen Daten wider, in denen er Bestwerte in der Zweikampfführung am Boden sowie in der Luft vorweist. Ein Spieler, von dem der 1. FC Nürnberg hoffentlich länger als nur in dieser Saison profitieren kann. Schließlich scheint das externe Interesse – und das Lob – zunehmend größer zu werden.



