Kurz vor Amtsantritt
Ab Januar soll Marek Mintal zum 1. FC Nürnberg zurückkehren und sich dort um die FCN-Stürmer im Nachwuchs kümmern sowie deren individuelle Entwicklung vorantreiben. Bevor er seinen neuen Job bei den Franken antritt, war er im YouTube-Format der Skillers Academy zu Gast. Die 2020 von Fußballern mit Profi- und Trainererfahrung gegründete Plattform hat sich zum Ziel gesetzt, jungen Spielern unabhängig von ihrer Liga eine Bühne zu geben. Mintal trat im Format „Kreisliga bis Bundesliga“ auf, in dem Talente aus verschiedenen Spielklassen direkt gegeneinander antreten.
Geduld, Fleiß und Qualität
Der 48-Jährige wurde unter anderem gefragt, auf was es ankommt, um sich als Profi durchzusetzen. „Viel Geduld und viel Fleiß“, nannte er dabei als zentrale Voraussetzungen, ohne die es nicht funktionieren würde. Bei seiner Arbeit als Offensivtrainer wird er die Frage, was als Stürmer das Wichtigste ist, noch öfter hören.
Auch bei der Skillers Academy wurde sie ihm gestellt – und ob Instinkt so ziemlich das Wichtigste sei? „Schon, das gehört irgendwie dazu“, äußert sich die FCN-Legende dazu: „Eins ist wichtig: Du musst das Spiel gut lesen, dafür brauchst du ein sehr gutes Auge.“ Auch Handlungsschnelligkeit sei für einen Angreifer unabdingbar: „Im Sechzehner haben wir nie viel Zeit. Du hast maximal ein bis zwei Sekunden und ein bis zwei Meter die Möglichkeit und den entsprechenden Raum.“
Ex-Nürnberger als Beispiel
Bei der Show im Einsatz war unter anderem Kerem Bakir, der seine Jugendzeit bis 2024 beim 1. FC Nürnberg verbrachte, in der türkischen U16 auflief und nun für die Herren der DJK Gebenbach in der Bayernliga spielt. Bei ihm bemängelte Mintal den zu geringen Anlauf vor dem Abschluss: „Das ist es. Dann hast du keinen Schwung und nicht so viel Kraft.“
Fantastische Fußballer
Auch auf seine eigene Karriere blickte „das Phantom“ zurück. „Ich kenne auch noch Cristiano (Ronaldo). Er war damals 20 Jahre alt, das war bei der WM-Qualifikation“, erinnert er sich an seine prominentesten Gegenspieler. Auch gegen England mit John Terry, Frank Lampard und Co. lief er mit der slowakischen Nationalmannschaft auf. Wenn er an die Zeit denkt und sich die großen Namen der Spieler, mit denen er auf dem Feld stand, erinnert, staunt er heute noch: „Boah, das waren echt fantastische Fußballer.“



