Dauerspieler Yilmaz
Nach Torwart Jan Reichert ist Berkay Yilmaz beim 1. FC Nürnberg der Spieler, der die meisten Spielminuten der laufenden Spielzeit absolviert hat. Der Linksverteidiger verpasste lediglich die 0:2-Niederlage des FCN in Darmstadt gelbgesperrt – und wurde bei der 0:3-Niederlage in Magdeburg in der Nachspielzeit ausgewechselt. Ansonsten stand die Leihgabe des SC Freiburg jedes Mal von der ersten bis zur letzten Sekunde auf dem Feld.
Gesetzt ist er jedoch nicht nur beim Club, sondern auch in der türkischen U21-Nationalmannschaft. Alle sechs Länderspiele, die in der aktuellen Saison stattfanden, bestritt der 21-Jährige ebenfalls über die volle Distanz.
Bittere Niederlage
Auch in der aktuellen Länderspielpause kam Yilmaz zum Einsatz, erlebte dort jedoch ein absolut dramatisches Spiel. Dass man gegen Kroatiens U21 mit 0:3 verlor und die Tabellenführung der Gruppe B in der Qualifikation zur Europameisterschaft abgeben musste, wurde fast schon zur Randnotiz.
Unter anderem brach Yilmaz’ Trainer Egemen Korkmaz in der 34. Minute bewusstlos zusammen. Ausgangspunkt war, dass dieser sich über eine Schiedsrichterentscheidung beschweren wollte, sich die Jacke auszog und dabei stürzte – vorausgegangen war eine Gelb-Rote Karte für einen seiner Schützlinge, bei der er offensichtlich anderer Meinung war.
Korkmaz habe dabei „eine Schwellung am Kopf davongetragen“ und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Gleichzeitig war das Spiel zwischenzeitlich über zwei Stunden unterbrochen.
Einer von acht
Während sein Coach später wieder bei Bewusstsein gewesen sein soll, war Yilmaz am Ende einer von gerade einmal acht Spielern seiner Nation, die den Schlusspfiff auf dem Feld erlebten. In der 73. und 74. Minute flogen zwei seiner Teamkollegen jeweils nach einem Foulspiel mit Rot vom Platz. Mit insgesamt 2:24 Schüssen und 0:3 Toren unterlag der Nürnberger am Ende klar.
Immerhin: Während die U21 einen bitteren Abend erlebte, qualifizierte sich die A-Nationalmannschaft der Türkei für die Weltmeisterschaft – womit auch für Yilmaz die Tür zur WM zumindest einen Spalt offen steht.



