Luxussituation
Miroslav Klose betont immer wieder, wie wichtig ihm beim 1. FC Nürnberg Konkurrenzkampf ist. Auf vielen Positionen gab es diesen in der bisherigen Saison aber nur bedingt, sodass große Teile der FCN-Startelf relativ selbstverständlich regelmäßig aufliefen.
Spätestens beim Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf ändert sich dies jedoch – zumindest im Mittelfeld. Schließlich kehren im Vergleich zur Vorwoche Rafael Lubach sowie Adam Markhiyev nach ihren Sperren zurück.
Zwei gesetzt?
Wenn man davon ausgeht, dass der Club erneut mit einem Sechser, zwei Achtern und einem Zehner auflaufen wird, scheinen zwei Positionen relativ klar besetzt zu sein. Markhiyev gilt nicht ohne Grund als absoluter Schlüsselspieler – und im zentral-defensiven Mittelfeld als gesetzt. Julian Justvan lässt zwar in dieser Saison die Konstanz vermissen, stand bislang jedoch jedes Mal in der Startelf. Dass Klose auf der Zehnerposition plötzlich einen anderen Spieler von Beginn an präferiert, erscheint entsprechend eher unwahrscheinlich.
Vier Kandidaten
Folglich scheinen „nur“ die beiden Achterpositionen offen zu sein. Rabby Nzingoula, Tom Baack, Finn Ole Becker und Rückkehrer Lubach gelten als Kandidaten. Zuletzt hatte das Duo aus Nzingoula und Baack die Nase vorn und lief dreimal hintereinander von Beginn an auf, sodass Becker beispielsweise in Bochum auf der Bank Platz nehmen musste.
Für wen sich das Trainerteam entscheiden wird, hängt sicherlich auch vom jeweiligen Matchplan ab, den man sich für Samstag zurechtlegen wird.
Baack und Nzingoula mit Vorteilen?
Für Nzingoula spricht beispielsweise seine Intensität in beide Spielfeldrichtungen, zumal sich sein Profil deutlich von dem der anderen verfügbaren Spieler unterscheidet. Da er zuletzt zudem gute Leistungen zeigte, ist es wahrscheinlich, dass Klose, der nicht für viele Änderungen bekannt ist, erneut mit ihm plant. Das könnte zugleich einen Bankplatz für Becker bedeuten, der sich ebenfalls halbrechts im Mittelfeld am wohlsten fühlt.
Halblinks wurde Baack zuletzt viel gelobt. Da Lubach in der Rückrunde noch nicht an seine starken Leistungen aus der Hinrunde anknüpfen konnte, erscheint auch hier die Wahl der Vorwoche möglich.
Nachlegen
Der FCN verfügt in jedem Fall über verschiedene Möglichkeiten und Profile, die je nach Spielverlauf eine wichtige Rolle spielen können. Bis hierhin konnten Nürnberger Einwechslungen dem Spiel zu selten frische Impulse geben, was sich am Wochenende ändern könnte – zumal die Fortuna bislang ligaweit die meisten Gegentore (13) in der Schlussviertelstunde hinnehmen musste.



