FCN-Wechsel: Klose hat „kein gutes Gefühl“

Warum Nürnbergs Einwechslungen zum echten Problem werden.

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Foto: DO IT NOW Media

Viel Diskussion

Da der 1. FC Nürnberg es bereits in der Anfangsphase gegen Preußen Münster verpasste, das Spiel trotz klarer Torchancen auf seine Seite zu ziehen, wurde die Partie mit fortlaufender Spieldauer ausgeglichener. Das – und vor allem die getätigten Wechsel von FCN-Trainer Miroslav Klose – sorgen deshalb für Diskussionen. Sowohl der Zeitpunkt als auch das gewählte Personal stoßen dabei vielerorts auf wenig Verständnis. Das Spiel wirklich verbessern konnte zumindest keiner der vier Joker am Freitagabend.

Kein Vertrauen?

Das ist nicht das erste Mal in dieser Spielzeit. Ligaweit gibt es kein Team, das weniger Tore und Torvorlagen durch Joker verzeichnet als der Club. „Ich habe jetzt auch nicht immer viel gewechselt. Wenn die anderen mehr Spielminuten erhalten, haben sie natürlich eine größere Möglichkeit, Tore zu erzielen. […] Ich habe da oft lange nochmals gewartet“, führt es Klose auch darauf zurück, dass man bislang ligaweit die wenigsten Ein- und Auswechslungen (74) vorgenommen hat.

Das scheint auch an der Qualität in der Kaderbreite zu liegen, wie Klose zwischen den Zeilen relativ deutlich zu verstehen gibt: „Manchmal waren natürlich auch Spieler auf der Bank, bei denen ich kein gutes Gefühl bei der Einwechslung hatte.“ Auf das Spiel gegen Münster bezogen, äußerte sich der 47-Jährige so: „Wir hätten welche bringen können, wenn wir 3:0 geführt hätten. Das wäre natürlich einfacher gewesen.“

Keine gute Schlussphase

Blickt man auf die gesamte Saison, gehört die Schlussphase nicht gerade zu den Stärken des Clubs. Betrachtet man die Tabelle von der ersten bis zur 60. Spielminute, stünde der FCN auf dem fünften Tabellenplatz mit 31 Punkten – nur ein beziehungsweise zwei Punkte hinter der Ausbeute von Schalke respektive Elversberg.

Die Tabelle ab der 61. Minute bis zum Schlusspfiff zeichnet dagegen ein komplett konträres Bild. Isoliert betrachtet rangiert der FCN hier auf dem 17. Tabellenplatz, verlor bereits neunmal die letzten 30 Minuten und verzeichnet das schwächste Torverhältnis (-9). Diese Tabelle gilt es in der Einordnung sicherlich etwas zu relativieren, da man den vorherigen Spielverlauf natürlich nie ausklammern darf. Dennoch spricht sie weder für das Nürnberger Wechselverhalten noch für die Kaderbreite.