Entwarnung bei Nzingoula
Die Befürchtungen waren groß beim 1. FC Nürnberg, nachdem Winterneuzugang Rabby Nzingoula zu Beginn der zweiten Halbzeit beim 1:1-Unentschieden gegen den VfL Bochum verletzungsbedingt vom Platz begleitet werden musste.
Nach dem MRT konnte der Club allerdings Entwarnung geben. Demnach erlitt der Spieler „nach einem Zweikampf beim Auswärtsspiel in Bochum eine Kapselbandverletzung im Sprunggelenk“ und müsse „in den kommenden Tagen individuell trainieren“, wie es offiziell am Montag vermeldet wurde.
Damit ist ein Einsatz des 20-jährigen Franzosen beim kommenden Auswärtsspiel am Sonntag bei Hertha BSC offenbar nicht ausgeschlossen, wie Miroslav Klose am Dienstag andeutete. „Wir müssen von Tag zu Tag abwarten“, wird der Trainer auf FCN.de im Hinblick auf die Partie in der Hauptstadt zitiert. Ohnehin zeigte sich der 47-Jährige erleichtert, dass Nzingoula glimpflich davongekommen ist: „Ich bin froh darüber, dass so eine Diagnose festgestellt wurde.“
Debüt für Fernandez?
Da mit Adam Markhiyev und Rafael Lubach bereits zwei Mittelfeldspieler gesperrt fehlen werden, dürfte man in Nürnberg umso mehr hoffen, dass der Leihspieler aus Straßburg bis Sonntag spielfit wird. Nichtsdestotrotz ist fraglich, ob es dann für Nzingoula für seinen dritten Startelfeinsatz in Folge reichen würde.
Demzufolge darf sich Javier Fernandez Hoffnungen auf seine ersten Spielminuten im Clubtrikot machen. Seit seiner Leihe im Winter vom FC Bayern an den Valznerweiher saß der zentrale Mittelfeldspieler dreimal über 90 Minuten auf der Bank.
Wohl keine Fünferkette
Trotz des Personalengpasses im Mittelfeldzentrum scheint eine Umstellung auf eine Fünferkette eher unwahrscheinlich. Schließlich trainierten mit Tarek Buchmann und Kristian Manadic zwei Innenverteidiger bei der U23 mit und werden demzufolge voraussichtlich am Freitag beim Regionalliga-Restart gegen die Würzburger Kickers auflaufen, statt am Sonntag in Berlin als mögliche Backups für eine Dreierkette zu fungieren.
Stattdessen dürfte wieder das Duo Fabio Gruber und Luka Lochoshvili in der Viererkette beginnen, während Winterneuzugang Styopa Mkrtchyan wohl erneut auf der Bank Platz nehmen wird.
An Hertha heranrutschen?
Unabhängig von Systematik und Personal will Klose sich mit seiner Mannschaft besser präsentieren als noch bei der 0:3-Hinspielniederlage. „Wir sind im Hinspiel viel hinterhergelaufen. Da haben wir etwas gutzumachen“, so der Weltmeister von 2014.
Mit einem Sieg könnte der 1. FC Nürnberg bis auf einen Punkt an die einen Rang besser siebtplatzierte Hertha heranrücken.



