FCN-Verteidiger Lochosvhili überragt auch in der Nationalmannschaft – und scheitert an der Latte

Nicht nur beim 1. FC Nürnberg ist der 27-Jährige eine Konstante.

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Foto: DO IT NOW Media

Selbstbewusster Lochosvhili in Topform

Luka Lochosvhili befindet sich derzeit zweifelsohne in Topform. Und das nicht nur, weil er jüngst beim 3:0-Sieg des 1. FC Nürnberg über den 1. FC Kaiserslautern einen Doppelpack erzielte. Auch darüber hinaus ist der Innenverteidiger enorm wichtig für den Club, speziell für die Defensive.

„Ich spiele auch in der Nationalmannschaft, deshalb ist es mir egal, wer mein Gegenspieler ist“, sagte er nach der Partie gegen den FCK selbstbewusst. Ein Selbstbewusstsein, das der 27-Jährige Woche für Woche mit Leistung untermauert. Eine Vielzahl seiner Leistungsdaten belegt, dass Stürmer der 2. Bundesliga einen schweren Stand gegen den Georgier haben.

Lochosvhili mit Topwerten im Länderspiel

Diese schon seit Monaten anhaltende Form konnte Lochosvhili nun auch in die Länderspielpause mitnehmen. Beim 2:2 der georgischen A-Nationalmannschaft gegen Israel stach der Linksfuß, als halblinker Part der Abwehrreihe, einmal mehr heraus – und lieferte laut Wyscout erneut Topwerte: So eroberte Lochosvhili die meisten Bälle (12) aller Georgier, fing die meisten gegnerischen Pässe (8) ab und klärte die meisten Bälle aus der Gefahrenzone (7) aller Spieler auf dem Feld.

Latte verhindert nächstes Kopfballtor

Besonders bemerkenswert waren seine Zweikämpfe: Am Boden gewann der FCN-Verteidiger 75% seiner Defensivduelle, in der Luft sogar all seine sechs geführten (schon gegen den FCK waren es 7/8) Duelle – ebenfalls Höchstwert der Partie. Zudem wird sein Offensivkopfball, nachdem er schon gegen den FCK eine Ecke einnickte, offenbar immer gefährlicher: Nur die Latte verhinderte seinen nächsten Treffer per Kopf.

Passsicher

Abgerundet wurde Lochosvhilis starker Auftritt von seinem Spiel mit Ball: Bei einer Passquote von 92% leistete er sich kaum Ballverluste, sondern wählte im richtigen Moment auch den langen Pass. Einziger Wermutstropfen: Beim 2:2-Ausgleich der Israelis war es sein Gegenspieler, der nach einem abgefälschten Schuss mit etwas Glück freistehend einschieben konnte.

Unzufriedenstellender Abend für Georgien

Unterm Strich blieb es dennoch ein unzufriedenstellender Abend für die Georgier, die sich insbesondere nach der 2:0-Führung mehr ausgerechnet hatten. Vor allem das ideenlose Spiel mit Ball enttäuschte, das zwischenzeitlich nur durch einen Doppelpack von PSG-Star Khvicha Kvaratskhelia kaschiert wurde.

Dementsprechend verschärft sich die bereits länger anhaltende Kritik an Trainer Willy Sagnol weiter. Am kommenden Sonntag bedarf es einer Leistungssteigerung gegen Litauen.