Lust auf Siege
Luka Lochoshvili ist einer der Garanten dafür, dass der 1. FC Nürnberg sich defensiv zuletzt über weite Phasen sehr stabil präsentierte. „Wir pushen uns gegenseitig, das ist die richtige Mentalität, um Fortschritte zu machen“, lobt der Georgier den Spirit innerhalb der Mannschaft. „Wir wollen jedes Spiel gewinnen“, gibt sich der Innenverteidiger ehrgeizig.
Der Beste
„Ich bin sehr aggressiv in der Defensive. Ich mag das 1-gegen-1 und suche gerne den Zweikampf“, beschreibt sich der 27-Jährige selbst. Besonders beeindruckend sind die Daten Lochoshvilis. Quasi jeden entscheidenden Parameter in der Defensive dominiert er FCN-intern.
Er verzeichnet die meisten erfolgreichen Defensivaktionen, gewinnt mit 76% die meisten Defensivzweikämpfe, entscheidet die meisten Luftduelle (65%) für sich und fängt zudem die meisten gegnerischen Pässe der Franken ab. Um diese Werte weiß der Linksfuß, lobt aber zugleich seine Teamkollegen: „Ich weiß, dass ich gute Statistiken habe und freue mich darüber, aber da gehört die ganze Mannschaft dazu.“

Italien hat geholfen
Bevor Lochoshvili nach Nürnberg wechselte, lief er drei Saisons in Italien auf. „Beide Ligen sind sehr gut“, vergleicht er. Während in Deutschland die Intensität höher ist, ging es in Italien „viel um Taktik und darum, wie man zum Beispiel in der Box verteidigt.“
Die Zeit bei Salernitana und Cremonese habe ihm dabei geholfen, sein Stellungsspiel oder das Decken des Gegenspielers auf ein neues Level anzuheben. „Das hilft mir jetzt, sodass ich bislang keine Probleme mit den gegnerischen Stürmern in der Liga hatte“, sagt er selbstbewusst – und hat damit Recht. Zugleich betont er erneut, dass ihm dabei auch seine Mitspieler helfen: „Das liegt nicht nur an mir, sondern an der gesamten Mannschaft.“
Top-Transfer
Schnell, bullig, aggressiv, kopfballstark und ein Linksfuß. Die Kombination, die Luka Lochoshvili mitbringt, findet man eher selten – in der 2. Bundesliga in dieser Form vermutlich sogar kein zweites Mal. Deshalb kann man im Falle des 28-fachen Nationalspielers zweifelsfrei von einem echten Top-Transfer sprechen, der dem 1. FC Nürnberg im Sommer gelungen ist.



