Talentiert
Seit 2017 läuft Joel Skowronek für den 1. FC Nürnberg auf. Schon immer galt der mittlerweile 20-Jährige als sehr talentiert und stach in der Jugend des FCN hervor. Was ihn etwas ausbremste, waren seine relativ vielen Verletzungen. Unter anderem hat der Offensivspieler bereits zwei Kreuzbandrisse hinter sich.
Scobel-Nachfolger
Von diesen konnte sich Skowronek wieder erholen und zurückkämpfen. „Ich war körperlich und physisch immer gut, deshalb hatte ich nicht so die Probleme“, erzählt er im Podcast United Nürnberg und berichtet, dass er sich schnell an seine erste Saison im Herrenbereich und die damit verbundenen Umstellungen gewöhnt habe.
Zuletzt konnte er sich bei der U23 einen Stammplatz sichern, lief fünfmal in Folge von Beginn an auf und erzielte dabei zweimal den 1:0-Siegtreffer. Auch aufgrund seiner Treffsicherheit (5 Treffer aus 2,7 Expected Goals) setzt Trainer Andreas Wolf auf ihn als Nachfolger von Piet Scobel, der mittlerweile für die Profis aufläuft.
Profi-Training
Im Training der Zweitliga-Mannschaft durfte das Nürnberger Eigengewächs ebenfalls schon mitwirken. „Ich war echt aufgeregt. Das ist glaube ich normal, wenn man Bescheid bekommt“, erinnert er sich an den November 2025 zurück. Die Aufregung wich jedoch schnell, da er sehr gut aufgenommen wurde. Da er mittlerweile schon mehrfach mittrainieren durfte, scheint er bei Miroslav Klose einen guten Eindruck hinterlassen zu haben. Dass er mit dem Weltmeister von 2014 zusammen auf dem Feld steht, ruft in ihm „Gänsehaut“ hervor.
Skowroneks Vorbilder
Doch auch vom ein oder anderen Nürnberger Spieler konnte Skowronek viel lernen. Unter anderem lobt er den ehemaligen Kapitän Robin Knoche, der im Winter nach Bielefeld wechselte: „Weil er immer zu einem hergekommen ist und einen aufgemuntert hat.“ Aus sportlicher Sicht begeistert ihn vor allem Julian Justvan, dessen linken Fuß und Fähigkeiten am Ball er als „Wahnsinn“ bezeichnet.
Abgesehen davon bezeichnet er Robert Lewandowski als eine Art Vorbild – zum einen wegen seiner polnischen Wurzeln, zum anderen wegen seiner Qualitäten als Stürmer. Kevin de Bruyne, der mittlerweile in Neapel spielt, sei ein weiterer Spieler, zu dem er aufschaue. Vor allem die „Spielintelligenz und Bälle in die Tiefe“ könne man sich vom Belgier abgucken.
Gesund bleiben
Konkrete Ziele möchte sich der 1,90 Meter großgewachsene Stürmer zunächst nicht stecken: „Ich will einfach gesund bleiben und ich bin der Meinung, dass dann alles von allein kommt.“ Deshalb lautet seine Devise „step by step“, was ihm zuletzt sehr gut gelang. Dabei hilft unter anderem das Stürmertraining mit Marek Mintal, der die Talente seit Jahresbeginn individuell trainiert: „Marek ist wirklich ein lustiger Typ, bringt uns vieles bei und es macht echt Spaß mit ihm.“
Bleibt Skowronek gesund und kann an seine Torquote von derzeit 0,57 Treffern pro 90 Minuten anknüpfen, dürften noch einige „Steps“ folgen.



