FCN-Startelf, Torgefahr und mehr: Die wichtigsten Erkenntnisse zum 7:1

Warum ein zentrales Fazit noch offen ist.

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Foto: DO IT NOW Media

Sehr variabler FCN


Beim fulminanten 7:1-Testspielerfolg des 1. FC Nürnberg gegen den Grasshopper Club Zürich sah man im Spiel nach vorne einen sehr gefährlichen FCN, der sich zahlreiche Torchancen erspielen konnte. Die Qualität des nicht konkurrenzfähigen Gegners relativiert sicherlich die ein oder andere Aktion, dennoch wusste der Club offensiv zu überzeugen. Im eigenen Ballbesitz zeigte man sich sehr variabel.

Mal agierte man im 4-Raute-2-System, mal baute man das Spiel zu dritt auf – immer wieder besetzten die Franken andere Räume, wechselten häufig die Positionen und machten damit den Schweizern das Leben schwer. Diese versuchten, im Mann-gegen-Mann zu pressen, bekamen aber kaum Zugriff auf den Nürnberger Spielaufbau. „Vom Timing her fand ich es gut. Wir hatten Ruhe am Ball, Spielfreude, alles war gut“, zeigte sich auch Miroslav Klose mit dem sehr fluiden Spiel seiner Mannschaft, die auch im Gegenpressing überzeugte, glücklich.

Viel Torgefahr


Nicht nur im Spielaufbau und Übergangsspiel, auch vor dem gegnerischen Tor war Nürnbergs Trainer im Nachgang zufrieden. Häufig schaffte man es, die Spieler in den Zwischenräumen zu finden, die sich aufdrehen konnten und dann mit Tempo auf den Gegner zuliefen. Der Club, der die letzte Linie auch oftmals mit mehreren Spielern besetzte, nutzte den Raum hinter der hochstehenden gegnerischen Abwehr. Allen voran Mohamed Ali Zoma war mit seinem Tempo kaum zu stoppen.

Passend dazu war auch die Boxbesetzung und das Timing, wann der Ball – und wann die Spieler – im Strafraum ankommen. So auch beispielsweise beim 1:0-Führungstreffer, als Berkay Yilmaz von Rafael Lubach in die Tiefe am linken Flügel geschickt wird. Im Sturmzentrum läuft Zoma auf den kurzen Pfosten und öffnet dadurch den Raum hinter sich, den Piet Scobel geschickt beläuft und einnetzt.

Viel Jugend


„Mit Marko Soldic, Piet Scobel und Noah Maboulou haben wir wieder Erkenntnisse gewonnen“, freute sich Klose über die Leistungen vieler junger Spieler. Schließlich gewann beim FCN nicht nur die Anfangsformation das erste Drittel mit 2:0, auch die weiteren Spielabschnitte konnte man mit 3:1 und 2:0 für sich entscheiden. Zwar muss man angesichts der vielen Wechsel im Spiel und des Gegners die Leistung relativieren, dennoch konnten die jungen Nürnberger Talente wie Eric Porstner oder Justin von der Hitz ihr Potenzial andeuten.

Fingerzeig?


Die gewählte Startformation von Miroslav Klose dürfte auch als Fingerzeig für die Elf, die derzeit die Nase vorne hat, zu verstehen sein. Anstelle von Piet Scobel hätte ansonsten wohl Adriano Grimaldi begonnen. Dieser wurde jedoch aufgrund von muskulären Problemen ähnlich wie Tim Drexler (Probleme an der Patellasehne) geschont. „Sie wollten beide spielen“, ging Klose aufgrund der Witterungsbedingungen dennoch kein Risiko ein. Kommende Woche sollten somit nicht allzu viele Änderungen in der Anfangsaufstellung vorgenommen werden, wenngleich man vor allem hofft, dass Adam Markhiyev rechtzeitig fit sein wird.

Anderer Gegner


„Ein bisschen gegnerbedingt“, beschrieb auch Klose den sehr eindeutigen Spielverlauf. Seine Mannschaft machte zweifelsfrei ein gutes Spiel und wusste die Schwächen des Gegners zu bestrafen. Mit der kurzen Vorbereitung auf den Rückrundenstart scheint man zufrieden zu sein: „Die Jungs haben es richtig gut angenommen, wir hatten schon eine richtig gute Trainingswoche. Wir konnten es jetzt im Spiel genauso umsetzen.“

Nachdem in der Hinrunde das letzte Drittel eine Baustelle beim Club war, hofft man nun, ein paar Schritte weiter zu sein. Wenn es am kommenden Samstag zu Hause gegen die SV Elversberg geht, wird sich zeigen, ob der FCN die Leistung aus der Generalprobe auch in den Ligaalltag mittransportieren wird. „Ich glaube nicht, dass du gegen einen Zweitligisten schon nach zwei Pässen den langen Ball erzwingen kannst“, erwartet Klose eine ungleich schwerere Aufgabe.