FCN-Spieler des Monats März: Finn Jeltsch

Der CLUBFOKUS kürt den Spieler des Monats März des 1. FC Nürnbergs: Finn Jeltsch. Der erst 17-jährige Innenverteidiger überzeugte trotz seines jungen Alters. In einigen Parametern lieferte er sogar Bestwerte. Der CLUBFOKUS analysiert, was den Jugendnationalspieler so stark macht!

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Foto: fcn.de

FCN: guter Jeltsch, guter Monat

Auch wenn man es anhand der Stimmung, die unter anderem auch beim CLUBFOKUS herrschte, hätte nicht vermuten können, war es doch ein erfolgreicher Monat März für den 1. FC Nürnberg. Aus 4 Partien gegen Magdeburg, Braunschweig, St. Pauli und Hertha sammelte die Fiél-Elf nach dem sieglosen Februar beachtliche 7 Punkte.

Nur 3 Teams punkteten mehr im März als der 1. FC Nürnberg.

(Völlig) Losgelöst von Mannschaftsleistung und Ergebnis war ein junger Mann in der Nürnberger Abwehr auf konstant hohem Niveau. Finn Jeltsch, 17 Jahre jung, spielt seit seinen Feuertaufen gegen Kaiserslautern und in Fürth im Februar die Innenverteidiger-Position so, als würde er seit Jahren nichts anderes tun. Aus diesem Grund kürt der CLUBFOKUS Finn Jeltsch zum FCN-Spieler des Monats März.

Jeltsch‘ proaktives Verteidigen

Timing, Abgeklärtheit, Mut und Entschlossenheit – das sind die Haupteigenschaften, die Finn Jeltsch‘ Spiel wohl am besten beschreiben. Unabhängig davon, wer Jeltsch als Angreifer im März gegenüberstand, vermittelte er das Gefühl, stets eine Antwort parat zu haben. Vor allem sein proaktives Vorwärtsverteidigen, das jene 4 Eigenschaften beinhaltet, zeichnet den U17-Welt- und Europameister aus. Über 27 Defensiv-Duelle, von denen er 21 und damit 78% gewann, führte Jeltsch im vergangenen Monat. Bei fast all diesen Zweikämpfen bewies das Abwehrtalent Timing und Mut. Zum einen, weil er über ein gutes Gespür verfügt, wann er den Gegenspieler attackiert, ohne Lücken hinter sich zu offenbaren.

Gutes Duo mit Horn

Wichtig für Jeltsch‘ proaktives Verteidigen ist Innenverteidiger-Partner Jannes Horn, der ihn auf und neben dem Platz unterstützt. Horn ist eher der abwartende Part, der die Tiefe sichert. Das zeigt auch die Anzahl der geführten Defensiv-Zweikämpfe, die bei Horn mit 2.4 pro 90 Minuten nur ein Bruchteil von Jeltsch 6.2 Duellen sind.


„Jannes Horn spricht sehr oft mit mir und gibt mir viel mit auf den Weg.“

Finn Jeltsch
im FCN-Interview


Jeltsch mutig mit Ball

Was Finn Jeltsch zu einem modernen, progressiven Innenverteidiger macht, ist nicht nur sein Spiel gegen, sondern auch mit Ball. Trotz seines jungen Alters war Jeltsch im März der FCN-Spieler mit den meisten Ballbesitzphasen. Dies untermauert seinen Mut, das Spiel gestalten zu wollen. So fordert er beispielweise stets den Ball von Torhüter Klaus und treibt das Spiel – wie vor allem in der Schlussphase in Berlin – an. Auch beim Andribbeln ist er neben Horn der aktivere Part und verzeichnete 1.6 vertikale Ballführungen pro 90 Minuten. Zum Vergleich: Horn 0.7 und Goller 1.2.

Luft nach oben im Übergangsspiel

In Puncto Passspiel ließ Jeltsch bereits seine Qualitäten in Form von Diagonalbällen aufblitzen. Auch seine Passquote von 87% im März ist solide. Allerdings besteht noch Luft nach oben beim Überspielen der gegnerischen Linien. Die Quote seiner raumgewinnenden Pässe lag nur bei 52%. Seine Fehlpässe waren nur selten in gefährlichen Situationen. Insofern weiß Jeltsch bereits gut einzuschätzen, wann er wie viel Risiko im Passspiel gehen kann.


„Ich denke, ich habe meistens schon ein ganz gutes Gefühl dafür, wieviel Risiko ich gehen kann oder auch nicht!“

Finn Jeltsch
im FCN-Interview


Jeltsch‘ nahtloser Übergang in den Profi-Fußball

Man kann sich nicht oft genug vor Augen führen, wie beeindruckend der nahtlose Übergang vom Jugend- in den Profi-Fußball bei Finn Jeltsch gelang. Bereits nach 6 Einsätzen gilt er als feste Größe in der Cluberer Defensive und ist kaum mehr wegzudenken. Als Defensivspieler steht man aufgrund der fehlenden Tore – wie beispielweise eines anderen Nürnberger Teenagers – zwar nicht immer im Rampenlicht, ist aber mindestens genauso wertvoll für den Teamerfolg des 1. FC Nürnbergs.


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