FCN: „Normalerweise müsste ich wieder von Beginn an spielen“ – Scobel will nachlegen

„Sofort in der deutschen U21-Nationalmannschaft“ – der Hype um den neuen Torjäger des 1. FC Nürnberg hat längst begonnen.

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Foto: DO IT NOW Media

Scobel-Hype beim FCN

Es ist fast schon ein kleiner Hype, der sich rund um Piet Scobel nach seinem Startelfdebüt für den 1. FC Nürnberg entwickelt hat. „Zwischen 100 und 200 Nachrichten“ bekam der 20-Jährige infolge seines Doppelpacks beim 3:2-Sieg gegen die SV Elversberg, wie er dem Hamburger Abendblatt verriet. Angst, dass der Youngster nun abhebt – außer vielleicht zu einem Luftzweikampf – muss man sich beim bodenständigen Stürmer aber wohl kaum machen: „Piet wird auch jetzt nicht abheben“, versichert sein ehemaliger Trainer Martin Schwabe in der SHZ.

Besuch für Scobel

Schwabe selbst traut seinem Ex-Schützling jedoch eine große Zukunft zu: „Ich sehe ihn sofort in der deutschen U21-Nationalmannschaft und bald auch in der höchsten Spielklasse“, sagt er im Hamburger Abendblatt.

Zunächst galt es für Scobel allerdings, das gerade Erlebte zu verarbeiten. Das tat er unmittelbar nach der Partie gemeinsam mit seinen beiden Ex-Trainern Can Schultz und Cem Gürsoy, die ihn in Nürnberg besuchten. „Zuhause in seiner Wohngemeinschaft mit vier Kommilitonen fand der Student (Wirtschaftsmathematik) erst um 2 Uhr morgens in den Schlaf“, heißt es im Abendblatt. „Weil der Adrenalinspiegel nicht sinken wollte.“

Selbst in diesen Momenten vergisst Scobel aber auch alte Wegbegleiter nicht, die nicht persönlich vor Ort waren. „Nachts um 3 Uhr hat Piet mir geantwortet, dass sie mit der Mannschaft noch etwas gefeiert hätten, dass er vollkommen k. o. sei – und dass er das Ganze erst einmal verarbeiten müsse“, berichtet Schwabe der SHZ über die Antwort auf seine Glückwünsche, die er Scobel nach Abpfiff via WhatsApp schickte.

Scobel bereit für mehr

Trotz der kurzen Nacht stand Scobel am darauffolgenden Tag bereits wieder um 8:30 Uhr auf dem Trainingsplatz. Schließlich dürfte der 1,91 Meter große Angreifer nun Lust auf mehr bekommen haben. „Ich weiß nur, dass ich in Darmstadt ein zweites gutes Spiel bestreiten will“, macht er sich über die Auswirkungen seines starken ersten Auftritts keine großen Gedanken, will aber definitiv nachlegen: „Normalerweise müsste ich wieder von Beginn an spielen. Ganz sicher bin ich mir aber nicht.“

Die Wahrscheinlichkeit könnte jedoch kaum höher sein, dass Piet Scobel nach seinem – auch unabhängig von den beiden Treffern – starken Startelfdebüt auch am Freitagabend wieder von Beginn an auf dem Platz steht, wenn der 1. FC Nürnberg beim Tabellendritten Darmstadt 98 gastiert.