Nächste Niederlage für Emrelis Aserbaidschan
„Wir erleben immer noch den Schock der Niederlage“, resümierte ein tränennaher Mahir Emreli schon bei der letzten Länderspielpause im November, als seine Aserbaidschaner eine 0:6-Heimniederlage gegen Schweden hinnehmen mussten. Gerade weil der FCN-Stürmer bereits im Oktober seine Mannschaft mit einem Platzverweis geschwächt hatte, fühlte er sich damals besonders verantwortlich.
Diese negative Energie sollte nun beim Jahresauftakt für Emrelis Aserbaidschan in gute Leistungen umgewandelt werden. Doch stattdessen ging der Negativlauf weiter. Vor heimischer Kulisse setzte es am Samstag für den Weltranglisten-117. eine empfindliche 0:3-Niederlage gegen Haiti. Emreli stand von Beginn an auf dem Feld und wurde nach 80 Minuten ausgewechselt, konnte somit nichts an der sechsten Niederlage aus den letzten sieben Spielen für seine Nation ändern.
Auch für Emreli selbst, der als große Hoffnung seines Landes gilt, ist es derzeit keine einfache Zeit. Sein letztes persönliches Erfolgserlebnis liegt bereits fast fünf Monate zurück – damals beim 1:1 in Hamburg. Inzwischen wartet der Linksfuß seit zwölf Vereins- und Länderspielen auf einen Torerfolg.
Mit der Begegnung am kommenden Dienstag gegen Belarus besteht die Chance, doch noch mit einem guten Gefühl nach Nürnberg zurückzukehren.
Osawe & Co. buchen EM-Ticket
Etwas besser lief es für Emrelis jungen FCN-Kollegen. Mit Winners Osawe und unter anderem Kapitän Finn Jeltsch in der Startelf gewann die deutsche U19-Nationalmannschaft mit 2:1 gegen Finnland. „Sie haben uns alles abverlangt“, sah Trainer Hanno Balitsch einen tapferen Gegner, aber dennoch einen „verdienten“ Sieg seiner Mannschaft. Die deutschen Treffer erzielten Kjell Wätjen (10.) und Noah Darvich (58.).
Osawe bekleidete, wie schon wenige Tage zuvor beim 2:0 über Slowenien, die alleinige Sechserposition vor der Abwehr. Mit einer 90-prozentigen Passquote sowie einer Defensiv-Zweikampfquote von 71 % bot das Club-Talent eine solide Leistung und trug dazu bei, dass die Finnen nur einmal aufs Tor schossen.
Mit dem zweiten Sieg dieser Qualifikationsrunde buchte die Balitsch-Elf ihr Ticket für die EM-Runde in Rumänien. Gut möglich also, dass Stammkräfte wie Osawe beim letzten Spiel dieser Länderspielperiode am Dienstag gegen Irland eine Pause erhalten.
Grzywacz‘ Polen verliert
Keine Pause am Dienstag erhalten wird vermutlich Eryk Grzywacz bei der Partie von Polens U19 gegen die Slowakei. Denn nach der 1:2-Niederlage gegen Montenegro, in der Grzywacz Gelb sah und über 82 Minuten auf dem Feld stand, benötigt die Mannschaft einen Sieg, um die Chancen auf Gruppenrang eins und die EM zu wahren.