Schnell gedreht
In den letzten Wochen machte es nicht immer den Eindruck, als wären sich beim 1. FC Nürnberg alle einig, in welcher personellen Konstellation man die Zukunft angehen möchte. Als FCN-Trainer Miroslav Klose sich zwischenzeitlich ungewohnt kritisch in der Öffentlichkeit über die Konstanz im Kader äußerte, schien eine Vertragsverlängerung in die Ferne zu rücken.
Dem war jedoch nicht so. Stattdessen verlängerte der 47-Jährige seinen zuvor am Saisonende auslaufenden Vertrag am vergangenen Donnerstag. „Ich freue mich darüber, dass ich meinen Vertrag verlängern durfte. Ich bin seit 1,5 Jahren hier, bin sehr glücklich hier und freue mich auf die nächsten Aufgaben“, zeigte er sich entsprechend zufrieden.
Kantersieg
Trotzdem hätte die Stimmung rund um den Club nur einen Tag später schon wieder deutlich schlechter sein können – wenn man das wichtige Spiel gegen den Karlsruher SC verloren hätte und der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 auf lediglich drei Zähler geschmolzen wäre. Es kam jedoch völlig anders. Der FCN zeigte sich diesmal effizient und gewann am Ende mit 5:1. „Es war ein verdammt wichtiger Sieg für uns“, sagte Klose über das erste Spiel nach seiner Verlängerung. Fünf Tore gelangen dem FCN unter seiner Regie zuvor erst einmal – beim 8:3-Heimerfolg im Oktober 2024 gegen Regensburg.
Sohn mit Debüt
Das dritte Ereignis der vergangenen Tage, das den Nürnberger Coach glücklich gemacht haben dürfte, war das Debüt seines Sohnes Noah in der 3. Liga. Bereits zuvor stand er zweimal im Spieltagskader von 1860 München in der Rückrunde. Beim 5:0-Erfolg in Havelse wurde er erstmals in der 87. Minute eingewechselt. „Noah hat gezeigt, dass er Talent hat und Dinge mitbringt“, sagte sein Trainer Markus Kauczinski via BILD über die wenigen Minuten des 21-Jährigen, wenngleich er sogar eine große Chance freistehend vergab.
„Natürlich bin ich sehr stolz auf ihn“, freute sich der Weltmeister von 2014 ungeachtet dessen über den ersten Drittligaeinsatz: „Das hat er sich alles allein erarbeitet. Mal schauen, wohin die Reise geht.“



