FCN: Lubach führt DFB-Team als Kapitän aufs Feld – erstmals wieder 90 Minuten

Der 21-Jährige hatte zuletzt keine einfache Zeit beim 1. FC Nürnberg.

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Foto: Youtube/ DFB

Schwierige Monate für Lubach beim FCN

Die letzten Monate waren sicherlich nicht die einfachsten für Rafael Lubach beim 1. FC Nürnberg: Einerseits konnte der 21-Jährige seine zwischenzeitlich gute Form nicht mehr ins neue Jahr transportieren. Andererseits schrumpfte seine Spielzeit in den vergangenen Wochen deutlich.

Hauptverantwortlich dafür war jedoch nicht seine Leistung, sondern vielmehr die Sperren, die sich der Achter einhandelte. Nach einem groben Foulspiel bei der 1:2-Niederlage in Paderborn wurde Lubach für drei Spiele gesperrt. Nach seiner Rückkehr saß er zunächst auf der Bank und kassierte eine Woche später seine fünfte gelbe Karte, weshalb er auch beim jüngsten 3:0-Sieg über den 1. FC Kaiserslautern von der Tribüne aus zuschauen musste.

Endlich wieder 90 Minuten für Lubach

Insofern dürfte die Länderspielpause eine willkommene Abwechslung sein. Denn Lubach wurde erneut für die deutsche U20-Nationalmannschaft nominiert. Beim 2:1-Sieg über Tschechien durfte der 21-Jährige die Mannschaft sogar als Kapitän aufs Feld führen.

Was ihm besonders gutgetan haben dürfte: Erstmals seit fast zwei Monaten – damals beim 1:1 des FCN zu Hause gegen Münster – stand Lubach wieder über die volle Distanz auf dem Feld. Eine Ehre, die nur ihm, Maurice Krattenmacher und Torhüter Hannes Hermann zuteilwurde. Ansonsten wechselte Trainer Hannes Wolf alle acht übrigen Feldspieler aus.

Erst Achter, dann Sechser

Lubach übernahm zunächst seine gewohnte Rolle auf der halblinken Position im Mittelfeldzentrum, war aber ohnehin viel unterwegs. Im Zuge der vielen Wechsel rückte er ab der 69. Minute eine Position zurück und übernahm im deutschen 4-1-4-1-System die alleinige Sechserrolle.

Mit einer Passquote von 90% trug er zum dominanten Auftritt des DFB-Teams bei, das auf 62% Ballbesitz und 25:4 Abschlüsse kam. Beim Elfmeter zum deutschen Ausgleich wirkte Lubach mit seinem Pressing entscheidend mit, das letztlich einen Ballverlust der Tschechen provozierte. Darüber hinaus versuchte er es auch zweimal selbst aus dem Rückraum und bereitete einen weiteren Abschluss vor.

Gestärkt zurück nach Nürnberg

„Am Ende haben wir verdient gewonnen und können zufrieden sein. Besonders, weil wir 0:1 zurückgelegen haben und alle Spieler eingesetzt haben”, war Wolf letztlich zufrieden, nachdem sein Team durch die Tore von Max Moerstedt und Noah Darvich gewinnen konnte.

Die nächste Chance, weiteres Selbstvertrauen zu tanken, bietet sich für Rafael Lubach in der kommenden Woche, wenn die deutsche U20 am Dienstag auf Polen trifft. Danach kann er mit Spielpraxis im Rücken zum 1. FC Nürnberg zurückkehren, nachdem er seit Februar nur auf 176 Einsatzminuten kam.