Bei Testspiel und Rückrundenauftakt außen vor
Für Artem Stepanov verlief der Start ins neue Jahr alles andere als vielversprechend. Denn der 18-Jährige scheint aktuell kaum eine Rolle beim 1. FC Nürnberg zu spielen. Zunächst saß die Leihgabe von Bayer Leverkusen bei der dreimal 45 Minuten andauernden Generalprobe gegen die Grasshoppers Zürich über die kompletten 135 Minuten auf der Bank.
Beim fulminanten 3:2-Heimsieg des FCN gegen die SV Elversberg schaffte er es nun – trotz des krankheitsbedingten Ausfalls von Adriano Grimaldi – nicht einmal mehr in den Spieltagskader. Dabei war Stepanov vor der Winterpause noch in sieben der letzten acht Hinrundenspiele zum Einsatz gekommen.
Leihabbruch möglich?
Auf die Frage, ob ein Abbruch der Leihe nun denkbar sei, verwies Miroslav Klose zunächst auf Sportvorstand Joti Chatzialexiou: „Das weiß ich nicht. Da ist Joti der richtige Ansprechpartner.“ Grundsätzlich spiele Stepanov in seinen Planungen aber weiterhin eine Rolle – auch wenn er derzeit offenbar nicht ausreichend überzeugen konnte:
„Aber Artem hat es einfach nicht in den Kader geschafft. Das habe ich gesagt: Ich habe ihm Minuten gegeben, habe genug von ihm gesehen. Er muss sich dem Konkurrenzkampf stellen. Das ist das, was wir ihm gesagt haben“, erklärt Klose.
Situation nicht einfacher
An Spekulationen über einen möglichen Leihabbruch will sich der Weltmeister von 2014 dennoch nicht beteiligen: „Aber da jetzt zu viel hineinzuinterpretieren mit Leihabbruch – das wäre zu viel.“ Gleichzeitig deutet der 47-Jährige an, dass sich die Situation für Stepanov nach dem Doppelpack von Piet Scobel nicht erleichtert hat: „Fakt ist, dass er noch einen Konkurrenten dazubekommen hat – und der es richtig gut macht. Das bleibt stehen.“
Leistung entscheidend
Auf mögliche Erwartungen des Stammvereins Bayer Leverkusen, Stepanov müsse in Nürnberg Spielpraxis sammeln, kann Klose entsprechend keine Rücksicht nehmen: „Es geht nach Leistung. Ich bin Trainer und muss das bewerten, was ich sehe, und dementsprechend dann auch handeln.“
Aktuell scheint Artem Stepanov damit nicht die Anforderungen zu erfüllen, um eine ernsthafte Option für Einsatzminuten beim 1. FC Nürnberg zu sein – und dass sich daran kurzfristig etwas ändert, wirkt nach diesem Jahresstart eher unwahrscheinlich.



