FCN: Klose warnt vor Rückrundenstart: „Kannst wieder am Strich stehen“

Der Trainer des 1. FC Nürnberg deutet an, wo man im Herbst Punkte liegen ließ.

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Foto: DO IT NOW Media

Schwieriges Auftaktprogramm für den FCN

Obwohl der 1. FC Nürnberg als Tabellenachter in die Winterpause der 2. Bundesliga ging, beträgt der Vorsprung auf die Abstiegszone lediglich fünf Punkte. Dieser Vorsprung wirkt umso trügerischer, wenn man auf das Auftaktprogramm des FCN in der Rückrunde blickt: Mit dem Heimspiel gegen die SV Elversberg und dem Auswärtsspiel bei SV Darmstadt 98 warten gleich zwei Mannschaften aus den Top drei der Tabelle. In der Hinrunde konnten die Franken nur eines von acht Spielen gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte gewinnen – immerhin am letzten Spieltag gegen Hannover 96.

Hier ließ der FCN Punkte liegen

Insofern warnt auch Miroslav Klose vor der aktuellen Lage – insbesondere, weil man seiner Ansicht nach offenbar in den letzten Wochen Punkte liegen ließ, um komfortabler in die Rückrunde starten zu können – wenngleich die Punkteausbeute leistungsgerecht sei.

„Natürlich geht man immer davon aus, dass man Magdeburg gewinnt und das Derby. Dass alles so ist wie letztes Jahr“, so der FCN-Trainer. Tatsächlich sammelte seine Mannschaft gegen die Kellerkinder aus dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth und beim 1. FC Magdeburg aber nur einen einzigen Punkt, während man diese beiden Begegnungen in der Vorsaison noch gewann.

Klose warnt vor Abstiegskampf

Doch Klose weiß um die Schwere jeder Aufgabe und die Enge der 2. Bundesliga: „Die Punkte musst du dir erarbeiten. Weil man sieht – diesen und letzten Spieltag –, was da passieren kann und wie eng die Spiele sind.“ Entsprechend richtet er den Blick weiter nach unten: „Wir sind immer noch nicht da unten raus. Auch wenn wir Achter sind. Das sind fünf Punkte.“

Vor allem die beiden Spiele zum Jahresstart bergen aus seiner Sicht Risiken: „Du kannst in der Rückrunde nach zwei Spielen gegen Elversberg und Darmstadt wieder am Strich stehen“, sieht der 47-Jährige den Abstiegskampf offenbar noch keineswegs als erledigt an.

Richtungsweisender Januar

Ähnlich ordnet auch Sportvorstand Joti Chatzialexiou die Situation ein, der den geringen Vorsprung auf Relegationsplatz 16 betont, gleichzeitig aber höhere Ansprüche formuliert und davon spricht, dass der Kader auch die aktuelle Tabellenposition zum Saisonende hergebe.

Dementsprechend dürfte der Januar richtungsweisend werden, ob sich der 1. FC Nürnberg weiter mit den unteren Tabellenregionen beschäftigen muss oder ob man den Blick in der oberen Tabellenhälfte behalten darf. Miroslav Klose jedenfalls dürfte darauf bedacht sein, die Sinne seiner Mannschaft ab dem 2. Januar zu schärfen, wenn sich der Club in Herzogenaurach auf die Rückrunde vorbereitet.