DFL-Reform
Für den 1. FC Nürnberg und die anderen 35 Profivereine aus den zwei höchsten deutschen Spielklassen steht eine Änderung bevor. Zur Saison 2026/27 führt die DFL einen zusätzlichen U21-Wettbewerb ein. Das beschlossen die DFL-Geschäftsführer Steffen Merkel und Marc Lenz mit der DFL-Expertengruppe, in der neben FCN-Sportvorstand Joti Chatzialexiou unter anderem auch Jürgen Klopp und Sami Khedira Bestandteil sind.
Die U21-Liga soll dem Übergangsbereich zwischen Jugend- und Herrenfußball helfen. Spieler der Altersklassen U17 bis U21 sowie vier ältere Spieler dürfen dabei eingesetzt werden. „Ich finde die Idee richtig gut“, ist auch Nürnbergs Trainer Miroslav Klose ein Fan davon. Der ehemalige U17-Trainer des FC Bayern hat nach wie vor ein großes Augenmerk auf die Jugend. „Als ich das erste Mal davon gehört habe, war ich sofort begeistert“, unterstützt er den neuen Wettbewerb entsprechend.
Spielmodus
Die genauen Rahmenbedingungen, in welchem Modus gespielt wird, sind noch nicht bekannt. Es sollen zwei eigenständige Halbserien gespielt werden, in denen jeweils zwischen drei und sechs Spiele absolviert werden, am Ende soll zudem ein Finalturnier stattfinden.
„Die Medialisierung des U21-Wettbewerbs gehört zu zentralen Themen, die in den kommenden Monaten weiter ausgearbeitet werden. Insbesondere mit Blick auf das Finalturnier werden eine Austragung vor Fans, die Medialisierung und die Vermarktung geprüft“, schreibt die DFL auf ihrer Website. Um den organisatorischen und finanziellen Mehraufwand für die Vereine so gering wie möglich zu halten, sollen die Halbserien jedoch zunächst ohne Zuschauer – und mitunter auch an neutralen Spielorten – stattfinden.
Ist der FCN dabei?
Als „richtig gut und konkurrenzfähig“ bezeichnet Klose das Vorhaben – zumal für ihn Spielzeit deutlich wichtiger für die Entwicklung als Training sei. Ob der FCN an der Liga teilnehmen wird, ist jedoch noch nicht bekannt. Die Teilnahme ist schließlich freiwillig und muss erst bis zum 15. Juni bei der DFL angemeldet werden.
„Mit dem neuen U21-Zusatzwettbewerb schaffen wir kurzfristig eine zusätzliche Möglichkeit, Talenten mehr Einsatzzeit auf Wettbewerbsniveau zu bieten und ihre Ausbildungszeit gezielt zu verlängern“, erhofft sich die DFL – und die Expertenkommission rund um Chatzialexiou davon.



