FCN: Klose über Top-7-Ziel – „Joti ist sehr ambitioniert“

Der Trainer erklärt, wie der 1. FC Nürnberg künftig oben angreifen kann und warum er immer wieder von seiner Grundidee abweicht.

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Foto: DO IT NOW Media

Klose appelliert an Geduld

Bekanntermaßen rief Joti Chatzialexiou das Saisonziel aus, mit dem 1. FC Nürnberg unter die ersten sieben der 2. Bundesliga zu kommen. Nach dem schwierigen Saisonstart konnte man mit einer Serie von fünf Spielen ohne Niederlage zumindest wieder den Kontakt herstellen – der Rückstand auf Rang sieben beträgt nur noch fünf Punkte.

Miroslav Klose, der sich schon vor und während des Saisonstarts nicht zum Top-7-Ziel seines Sportvorstandes äußern wollte, ließ sich auch nach dem jüngsten Positivtrend im ZDF-Interview nicht zu einer Prognose hinreißen. Stattdessen ordnet er das Ziel ein: „Joti ist sehr ambitioniert“, sagt der FCN-Trainer – und appelliert weiter an Geduld: „Wir müssen uns die Zeit nehmen, die Spieler zu entwickeln.“

FCN senkt Erwartungshaltung

Zugleich müsse man vorbereitet sein, erneut Leistungsträger zu verlieren – wie es in Nürnberg regelmäßig vorkam. Entsprechend sei es wichtig, frühzeitig Alternativen zu scouten. Erst wenn solche Voraussetzungen erfüllt seien, könne man realistisch höhere Ziele ins Auge fassen: „Dann kann man perspektivisch oben angreifen. Aber das wird dieses Jahr noch nicht der Fall sein“, bremst Klose. Auch Chatzialexiou wollte zuletzt keinen zeitlichen Druck aufbauen: „Irgendwann wollen wir mal oben anklopfen“, erklärte der 49-Jährige bei der JHV des Clubs.

Klose vertraut dabei auf die Unterstützung der Fans: „Die Fans wissen, dass wir eine junge Mannschaft haben und unterstützen uns trotzdem total. Wenn die Spieler das Herz auf dem Platz lassen, honoriert das die Nordkurve. Und die meisten wissen: Es braucht noch ein bisschen.“

Hohe Trainerqualität in der 2. Bundesliga

Trotz aller Zurückhaltung werden Klose und sein Team natürlich versuchen, die Serie am Wochenende gegen Arminia Bielefeld fortzusetzen. Dafür könnten er und sein Trainerstab erneut einen spezifischen Matchplan vorbereitet haben: „In Nuancen gehe ich als Trainer natürlich auch mal von meiner Grundidee weg, wenn es der Matchplan für den nächsten Gegner erfordert.“

Diese Flexibilität sei unerlässlich – darin sei er sich mit Arminia-Coach Mitch Kniat einig: „Die zweite Liga ist auch deshalb so interessant, weil die Qualität der Trainer insgesamt hoch ist. Dein Team darf nicht leicht zu durchschauen sein, das entschlüsselt der gegnerische Coach sofort.“

Glücklicher Klose

Umso mehr freut sich Klose auf das direkte Duell mit Kniat: „Uns verbindet, dass wir beide durch harte Phasen im Verein gegangen sind und beide die Rückendeckung bekommen haben. Das Glück hat nicht jeder“, sagt der ehemalige DFB-Stürmer – und macht deutlich, wie dankbar er für die Unterstützung von Chatzialexiou und Co. ist.