Riesentalent
Das Wintertrainingslager des 1. FC Nürnberg durfte Marko Soldic nach guten Leistungen für den FCN-Nachwuchs absolvieren, obwohl er zu Beginn gerade einmal 15 Jahre alt war. Während der Zeit in Herzogenaurach feierte er seinen 16. Geburtstag – und konnte darüber hinaus auf sich aufmerksam machen. Auffällige Leistungen lieferte der deutsche Juniorennationalspieler zuvor nicht nur in der Hinrunde für die U17 des Clubs, wo er in zwölf Spielen 13 Scorerpunkte sammeln konnte.
Früh erkannt
Schon in der U13 der Franken wusste er zu beeindrucken, wie sein ehemaliger Trainer verrät. Carl-Philipp Schiebel war damals beim Club sein Trainer und coacht heute den FC Coburg in der Bayernliga. Bereits damals zog man den 2010 geborenen Soldic zum älteren 2009er-Jahrgang hoch. Abgefallen ist er nicht – ganz im Gegenteil, wie Schiebel via Fränkischer Tag verrät: „Wie gesagt, er ist 2010er-Jahrgang, und wir hatten ihn hochgezogen. Wir haben in der Liga gegen die Bayern mit 5:0 gewonnen – und er hat dabei drei Tore geschossen. In der Rückrunde haben wir dann zwar – glaube ich – mit 2:3 verloren, aber auch da hat er wieder beide Tore für uns gemacht.“
Erste Fußabdrücke
Auch in der 2. Bundesliga konnte der Rechtsfuß bereits seine erste kleine Duftmarke setzen. Nachdem er schon beim 5:1-Heimerfolg gegen den KSC eingewechselt wurde, durfte er auch beim 3:0 gegen Kaiserslautern einige Minuten sammeln. Freilich sollte man die Szenen Soldics angesichts des klaren Spielstandes und des schwachen Gegners nicht überbewerten. Dennoch konnte man in seinen immerhin elf Ballkontakten auf Anhieb erahnen, welches Potenzial in ihm schlummert. Mit seiner Ballannahme, Ballverarbeitung, Aufdrehbewegung und Übersicht zeigte er vielversprechende Ansätze.
Damit versetzt er auch seinen Trainer Miroslav Klose in Begeisterung. „Alles, wirklich alles“, antwortet der 47-Jährige auf die Frage, was ihm am Nürnberger Eigengewächs so gut gefällt.
Wichtiger Schritt
Umso wichtiger ist es aus FCN-Sicht, dass man Soldic, der seit der U8 für die Franken aufläuft, langfristig an sich binden konnte. „Er ist eines der gefragtesten Talente im deutschen Profifußball, weswegen wir uns außerordentlich darüber freuen, dass wir Marko und seine Familie von unserem Weg überzeugen konnten und mit seiner Vertragsverlängerung ein wichtiges Zeichen für die Zukunft senden können“, freut sich unter anderem Sportvorstand Joti Chatzialexiou. Die nächsten Einsätze in der 2. Bundesliga scheinen nur eine Frage der Zeit zu sein.



